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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-12-01 · 12 (12.1835) · p. Seite 417

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
12 (12.1835)
Date
1835-12-01
Page
Seite 417 (sequence 5)
Language
German
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sollte: Un^ daü mit Recht. Denn bei den unzähligen Angriffen, Bedrückungen, Anschuldigungen und Hintenansetzungen, die noch täglich den Juden treffen, und ihn seit Jahrhunderten trafen, ist rS nicht anders möglich, und ich selbst sage offen, daß ich mich selbst von -allem Mißtrauen nicht frei machen kann. Aber auch von unü selbst allein kann keine wesentliche Verbesserung des Ganzen, ohne Zuthun der Negierungen, auSgehen — weil die Gemeinden unabhängig und völlig gesondert vdn einander sind, weil eine jede Gemeinde aus zu vielen verschiedenen Elementen zusammengesetzt, ein Verein von Menschen auü allen Ständen, Klaffen und Stufen der Bildung ist, als daß eine gemeinschaftliche, von Allen gebilligte Uebereinkünft getroffen werde^ kann, und well zn wenigen, besonders größeren Gemeinden Männer von Autorität und allgemeinem Vertrauen gefunden werden, deren Anordnungen Rraft und Dauer gegeben wären. Also nur durch ein vereinigtes Streben von Seiten der Regierungen und Geck e i n d e n mnn wahrhafte Besserung bewirkt werden. Nur weffn die Juden über ihr Bestes berathen können, die Regierungen diese Berathungen annehmen, über sie entscheiden, und ihnen Ge setze Skr aftverleihen, kann für daS Gänze Wesentlichegeschaffen werden. AuS diesem Umstande allein erklärt sich däS ewige schwanken, das stete Vor- und Rückschreiben, welchean so vielen Orten, in so vielen Ländern, mit tiefem Bedauern, zum besondern Leidwesen der Besseren und Verständigeren, wahrgenommen wird, und daS ickmer zu einer beiderseitigen Erschlaffung führt, die noch schlechter und wirkungsloser ist, alö der alte Zustand, v - EiM zweite, höchst und allein zu billigende Seite devorliegenden Entwurfs!ist, daß er keine Revolution, sondern allmälige Neforchation! unsrer Angelegenheiten beabsichtigt. Wie ich eS schon mehreremale in diesen Blättern ausgesprochen Z sind die wahren Bedürfnisse deS JudenthumS in der Gegenwart: wahrhafter und angemessener MigionSunter. richt^der Jugend, deutsche Predig^en^ und Andacht und

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