Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 11 (11.1835)
- Date
- 1835-11-01
- Page
- Seite 398 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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' - - - ' ° . . «2». . . ' 398 , 20, 2. „Der Ewige wird in Ewigkeit regieren^" 15, 18. Liegt aber, wie wir schon bemerkt, gerade ln der Ewigkeit GotteS die völlige Trennung vom Irdischen, da wir für alle änderen Prädicate der Gottheit etwas Analoges im Irdischen finden, nur nicht für die Ewigkeit, so spricht sich dies in folgendem auS: P8,8, 6. (vgl. 5 B. 3,24.) „Nichtgldkht dom Ewigen, untzrm Gotte " 18,11.: „Jetzt weiß ich, daß den Ewige gwßer ist als alle »Götter." 15, 11.: „Wer ist unter den Göttern wie du, Ewiger? wer w(e du, herrlich im Heiligthum, furchtbar an Ruhm, Wunderthäter?" Als ewiges, folglich reih geistiges Wesen ist Gott u n k8 rprrl i ch und u n si ch t b a r. 33, 20. „Du kannst mein Antlitz nicht sehen." Sobald über dieses über alles Irdische erhähene Wesen mit dem Menschen in Verbindung und Verhältniß tritt, yruß eS sich nach zwti Richtungen hin darstelley, erstens als Richter, der Gerechtigkeit Heiichet, W^ichtS, waS in der Menschenwelt vorgeht, ^unbeachtet und ungeahndet hingehen läßt, und zweitens alö Erbarmer, der den Menschen in seiner irdischen Schwäche kennt und berücksichtigt^ Diese beiden Seiten sind in gleicher Stärke, unh mit gleicher Ausdrücklichkeit im vorliegenden Buche ausgearbeitet. Gott erscheint alö Richter, besonders im Verhängbiffe, nach welchem die Folgen girier jeden That auf den Lhäter und dessen Angehörige immer unabänderlich zurückfallen, wie dies unS tagtäglich im Menschenleben km Großen und Kleinen begegnet; jedoch mit der besonder« Bemerkung, daß die Folgen der guten Handlungen viel länger anhalten, alö die der bösen. Als Erbarmer«existirt.er vielmehr im Reingeistigen, hindeutend, daß eSgußer dem irdischen, praktischen Leben noch ein höheres gibt, daö iynre Seelenleben (Gewissen) und daS jenseitige, in / welchem seine Barmherzigkeiköacte vor sich gehen, während im r praktischen Le^en die Folgen, wir eine Naturnothwendigkeit, unabänderlich einireffen. Dieser, der Vernunft allein gemäßen Ansicht zufolge, hält die heil. Schrift die beiden Sätze fest: 1) „denn ich, der Ewige, dein Gott, bin ein aufmerck -