Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 9 (9.1835)
- Date
- 1835-09-01
- Page
- Seite 338 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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nun einen Blick aus das Meer und seine unzähligen Geschöpfe wirst (VerHH und 26). Und dennoch, obgleich alle diese Geschöpfe sind, hängen sie doch bloS von dem Willen Gotteö ab, ohne den sie im Nu in Nichts zerfallen würden (V. 27—30). Dadurch hebt sich die unendliche Bereinigung zweier sonst so sehr entgegengesetzten Eigenschaften, der Macht und der Güte, in der Gottheit recht offen hervor (V.31 u. 32). Daher will der Dichter sein ganzes Leben mit Gesängen züm Lobe deh Herrn auSfüllen (VerS 33), dik dem Herrn gefallen mögen (Vers 34). In dem Gefühle Hieset Frömmigkeit verwünscht er daS Dasein von Bösewichtern und Frevlern auf deh tzrde, und endigt mit demselben Aufrufe an seine Seele, hen Herrn zu benedeien, mit dem er angefangen (Vers 35). K Uebersetzung. 4. Allgemeine Charakteristik Der Psalm, der sich auf dem Gebiete der reinsten Natur» Und ReligionSphilosdphie bewegt, hat insbesondere zum Endzwecke, zu zeigen, wie die Ursache alles Existirenden nur in Gott se i, wie das Leben nur in dem Willen Gottes bestehe, und mit demselben identisch sei (B. 29 und 30). Daran schließt sich die Bewunderung aller der unendlich verschiedenen Arten und Weisen, auf welche sich daS von dem Willen GotteS auSgegangene Leben gestattete und gestaltet. DaS Besondere beS Psalms besteht auch darin, daß dieWelt vor der Schöpfung mit der. gegenwärtigen in Verbindung gestellt worden, so daß er zum Theil als eine poekische Umschreibung der mosaischen Schöpfungsgeschichte /angesehen Verden kann. Die Sprache ist kräftig und gediegen, voll schöner Bilder und Gegensätze, hie und da mit kühnen Unterbrechungen und rednerischer Fülle.