Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 9 (9.1835)
- Date
- 1835-09-01
- Page
- Seite 323 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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zum Zwecke, unsre Leser mit den Bestrebungen und Tendenzen unserS großartigen Glaubensgenoffennäher bekannt zu machen, eine Einsicht in den Gesammtbau seiner Werke zu eröffnen, und diese meist,nachunserergetroffenen Anordnung, alS ein zusammenhängendes Ganze darzustellen. 3. Phillonkanische Auslegungen. , Indem eS unsre Absicht ist, nach und nach durch die Kenntniß von Einzelheiten zu einer ausführlichen Darstellung deS Systems Philo'S zu kommen, sv werden unS hier zunächst seine Exegesen interessiren. Eine kleine Auswahl der bemerkenSwerlhesiin folge hiernächst. Ich hätte hier Gelegenheit nehmen können, auf d^e Ähnlichkeiten und Abweichungen mit andern jüdischen Commentatoren hinzuweisen, aber da diese dem Unkundigen gleichgültig, dem Kundigen leicht zu finden find, übergehe ich dies mit Stillschweigen. s. Ueber die sechs SchöpfungHtage. In sechs Tagen, sagt MoseS, hat Gott die Welt geschaffen, nicht weil der Schöpfer der Zeit bedurfte, denn Gott muß nicht allein schon durch daS Wort, sondern durch den bloßen Gedanken handeln und schaffen können; aber weil daS Schaffen nach der Ordnung geschehen mußte, der Ordnung aber die Zahl eigenthümlich ist. Unter den Zahlen ist aber die sechs zur Schöpfung am geeignetsten. Denn nach der Eins ist sie die erste vollkommene, mit gleichen Theilen, und von ihren Theilen auLgefüÜtr zur Hälfte die Drei, zum Dritten die Zwei, zum Sechsten die Einö. Darum ist diese Zahl , gleichsam die vereinigte männliche und weibliche Natur. Denn daS Männliche ist daS Ungleiche, daS Wezibttche daS Gleiche. Der ungleichen Zahlen Anfang istaber drei , der gleichen Zahlen Anfang zwei, auS deren beides Verbindung (3X2) ftchg heevorgeht. Daher mußte diel Welt^iach der vollkommensten Zahl, nach der sechs geschaffen werden , da sie zugleich daS männliche und weiblich- Geschlecht in sich vereinigen mußte (äs vxik.Mvoä. x. 3).