Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 9 (9.1835)
- Date
- 1835-09-01
- Page
- Seite 320 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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320 daist über Joseph" steht in keiner direeten Verbin- Lang mit den vorhergehenden, da reine paraphrastische Erzählung der Begebenheiten Josephs (K. 37—-47, 11.) enthält. Entweder sind daher einige zwischenfaklende Bücher Verloren gegangen, oder Philo überging absichtlich die Ges schichte Isaaks und Jakobs, weil er in den frühern Schriften schon fast, Alles, waS diese anging, erwähnt und dargestellt hatte. DieseS letztere scheint am meisten Grund für sich, zu haben, weil er nach der Schrift über Joseph, in der Vieles von Träumen vorkamhiervon Gelegenheit nahm, sogleich, wie es scheint, zur Ausfüllung der Lücke, eine Abhandlung „daß die Träume von GoU^esandt werden" zu perfaffen, ln der lediglich von allen Träumen und Visionen Jakobs die Rede ist, besonders von dem Traume mit der Leiter. Hierauf folgt nun das berühmteste Werk Philos „über das Leben MosiS, das ist über Gotteslehre und Prophetie" in drei sichern. DaS erste Buch umfaßt die ganze Ge/ schichte MosiS, von seiner Geburt an bis zu seinem Tode: Las zweite Buch gibt eine kurze Darstellung der Vorzüge Mosis als Gesetzgeber, und der mosaischen Gesetzgebung, so wie das dritte Buch seine gottesdienstlichen und priesterllchen Einrichtungen — das Stiftszelt, Priestbrkleidung, Priesterdienst u. s. w. — schildert und allegMfch austegt. Die folgenden Schriften sind nur als Anhänge zu diesem Leben ' Mosis zu betrachten. So stellt er in der Schrift „über die Menschenliebe" alle Gesetze MosiS, die dieses Charakter tragen, dar, so wie in „über den Richter" die Vorschriften üher Gerechtigkeit. In der Abhandlung „über die Wahl eines Oberhaupts" zeigt erwie Moses diese nicht vom Loose, sondern vom Verdienste abhängig gemacht, und dem Volke Freiheit hierin gegeben. DaS Büch „über die Tapfer» keK" stellt die mosaischen Kriegsgesehe zusammen. Von hier sich Philv noch tiefer in die Gesetze, die er insbesondere dem Leben der Männer, welches er früher beschriebenge-enübrrstellt, und die Cyrrespondenz zwischen deiden rühmt. Zunächst beschäftigt er sich mit den zehn Geboten.