Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-06-01 · 6 (6.1835) · p. Seite 216

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
6 (6.1835)
Date
1835-06-01
Page
Seite 216 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/7166791-7167212-8877243--0673-7167488
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

216 abe«^ u»d best Fuß nicht kümmere. Er unterläßt auch nicht, die Wannte Anehdote vOrBOrlstipp zll erzählen, die auch wir hier zu, erzählen nicht unterlassen wollen. Da ihn nämlich ein Vater um den Preis für den Unterricht seines Sohnes befrug, und er tausend Drachmen verlangte (ungefähr ISO Mhlr.), und jener ausrief: viel zu viel verlangst du, da ich für Lausend Drachmen einen blaven kaufen kann! so antwortete AriftipH: thue dies, und du wirst sogar zwei Skhwen haben, demeü Sohn und den Sklaven, den du kauftest. Al^o auch damals schon wat der wohlfeilste Lehrer der willkommenste. Sehr naiv fährt Plutarch fort: waS? du weisest deinen Sohn an, mit der rechten Hand zu essen, und schreiest, wenn er die linke guSstreckt, aber daß er rechte Reden höre, darum bekümmerst du dich nicht? Mit wahren Farben schildert erDie Folgen solcher vernachlässigten Erziehung, aber wir wollen di^ Eltern damit nicht belästigG, da die Erfahrung sie ihnen leider oft genug vor (Kap. VH.) Eine sorgfältige Erziehung, heißt eS weiter, führt zur Tugend, und dieses allein bewirkt die Glückseligkeit. Denn die übrigen Menschlichen Güter sind geringfügig, und eines ernsteren Eifers nicht werth. Als Demetrius Megara durch Kriegsgewalt genommen, und dem, ( Boden gleich gemacht, frug er den Megarensischen Philosophen Stklpo, ob er etwas verloren habe? Ich habe nichts verloren, antwortete dieser, denn die Tugend kann durch Kriegsgewalt yicht genommen werden. (Kap.. VIII.) Plutarch verlangt, daß der Knabe zwar in de« übrigen Wissenschaften aüch unterrichtet werde, jedoch mehr oberflächlich, am meisten rM sorgfältigsten aber in der Philosophie. (WaS aber bei den Alten Unterricht in der Philosophie hieß, daS begreift jetzt der Religionsunterricht). Denn durch diese lernen Wir, was rechtlich, ^waunrechtkich ist, was gerecht, waS ungerecht^ was zu erstreben, waS zu fliehen ist, wO wir uns gegen die Götter, gegen die Eltern, gegen Aeltere, Gesetze, Fremde, Obrigkeit, Freunde, Ästeiber, Kinder, Diener ausführen müssen; nämlLH daß wir die GLWr

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.