Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 6 (6.1835)
- Date
- 1835-06-01
- Page
- Seite 215 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L15 tage mangelhaft, die Uebung ohne jene beiden unvollkommen. Die Trägheit^ verdirbt die Hüte der nKthrlichen Anlage, der F leiß verbessert den natürlichen Fehler- und wie wir Leichtes durch Nachlässigkeit nicht erlangen, so bemächtigen wir unS de- Schweren durch eifrige Bemühung; ja selbst waS der Fleiß gegeß die.Natur bewirkt, iss stärker aldie Natur selbst: wie der fruchtbare Acker, wenn die Pflege aufhbrt, unfruchtbar und desto schlechter wird, je besser er von Natur war. Die guten Sitten selbst sind ja nichtweiter alö eine lange Angewöhnung. (Kap. ZV.) Die Erziehung muß frühzeitig anfangen, denn die Kindheit ist wie Wachs leicht -u bearbeiten, und Psato schreibt schön und würdig vor, daß die Ammen den Kindern nicht allerhand Fabeln erzählen sollen; und der Dichter PhocylideS sagt: Man müsse den Menschen, wenn ex noch Kind ist, schöne Werke lehren. (Kap. V.) Die Kameraden der Kin? der müssen gut geartet sein, und eine reine Sprache spre» chen, denn daS Sprüchwort lehrt r wenn du iM einem Hinkenden wohnest, lernest du hinken. (Kap. VZ.) Deq größten Unwillen d^S Schriftstellererregt die Sorglosigkeit der meisten Eltern über die Wahl deS Erzieher- und. Lehrers Er hält diese letztere für das Wichtigste der ganzen Erziehung. Per Lehrer muß von unbescholtenem Lebenswandel, von untadelhastem Charakter Md ausgezeichneter Geschicklichkeit stin. Der gute Unterricht ist die Quelle und Wutzel dek Tugend und Rechtlichkeit Er führt den alten Kraters anwelcher öftersagte, daß er, wenn eS gesche- - hen könnte, auf den höchsten Ort steigen unh auSrufen würde: O, ihr Menschen! wohin strebet ihr, die ihr ünabläfsig nach dxm Erwerb von Gütern ringet, aber für die Söhne, denen ihr diese hinrertgssen werdet, wenig Sorge traget? (Ja wohl ist der gute KrateS alt, abenoch heute wäre eS gut, wenn er die 'Thürme der Städte /besteigen würde, wenn egeschehen könnte, d. h. wennHS von Nutzen wäre^G ^Unser . Schriftsteller vergleicht diese Väter nM einem Mensche,^, der sich Am den Schuh beunruhig-. WLSiiLLi