Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 6 (6.1835)
- Date
- 1835-06-01
- Page
- Seite 213 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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wurde bekanntlich von Basedow -ie erstem Anregung -emacht, den Unterricht durch Gemälde undchBildwerch zu unterstühen. Er ging hierin zu Meid, indew^eß den ganzem Unterricht Ln der Erklärung solche* BilVer Nstchen lirß. Diese Idee hat Göthe in seinen »WanderjahreM^ höchst geistreich aufgefaßt, jedoch ist sie bei ihm nur Dichtu^gr Ich meine nun nicht, einesolche Bikderreihe Wr die Schuko zimmer anzufchaffen, um einen ganzen Urrterrichtsgegenstanv damit zu abfolviren. Dies gibt nurMnlaß zjU Störungen, Nachlässigkeiten unh Spielereien, und nimmtdeM Unterrichte seinen Ernst und feine^Würde. Die imSchulzimcher aufgehängten Bilder müffen mann ichfa ktig und auch den verfthie« denen Gebiete« entlehnt fein, u» dahm?nnd-)«em«. iM' . richte IMuf zu verweisen, und Einzelheiten leichter eivzuprägen. Man könnte dies auch zu -iE Moralischen Hebel für den Geist der Masten machen, LtzdeW man gemisst bedeutsame Gegenstände nur den Klaffen ertheilt, die sich durch allgemeinen Fleiß und durch Sittlichkeit auszeichnen- und sie ihnen dann nimmt oder bedeckt, sobald sich ein Mangel an jenen verspüren läßt (wie die Fahnen der Regimenter), So trifft denn mein BllFDstleht auf de« Lehrer. Ich bin kein, Freund von alten Schulinännern. Bei allem Geiste ist der SchulpedantiSmuS unausbleiblich mit dem Alter verbunden. Der einmal eingeschlagene Weg wird fest, eifern, zur Nothwendigkeit des Lehrers. Da nun sowohl die ÄZiffenfchäften selbst, als auch die Forderungen und Be» dürfniffe in Bezug auf den Unterricht, und, wie ich behaupten möchte, auch die Kinderwelt nicht dieselben bleiben, so kann auch nicht die Methode, der Vehrcharakter, die Behandlung bleiben waS sie ist. Daher sollte, sobald ein Schulmann in'S Alter rückt, er penssonirt, oder anderweitig im Staatsdienste verwandt werden. Junge Lehrer haben selbst noch daS Lchen jn der Schule lebendig im Gedächt» rniffe, sie haben Wuth und Jugendkraft, und stehen äst Frische deS GemütheS demkindlichm Alter noch näher.