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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-06-01 · 6 (6.1835) · p. Seite 212

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
6 (6.1835)
Date
1835-06-01
Page
Seite 212 (sequence 4)
Language
German
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212 Erfahrung daß ich sie allen meinen Brüdern und Schwestern so recht elnstößen möchte. «— Daher fällt, wi^gesagt, mein erster Blj-^uf die Schüler, ob sie gemischteik Standesind. Die harVW Kindheit kennt den Unterschied noch nicht zwischen dem Lord und seinem Lhürhütrr. Si§ mag ihn auch nicht in der Schule kennen. Dann bleiben die Eindrücke fest, und der Geists der Humanität wird eine unbewußt überwiegende Kraft über den Aristokratismus deS bütgerlichen LebenS behalten. ..WaS ich am Schulz immer zu bemerken habe? ÄichtS Unwichtiges — die Höhe, Breite, Geräumigkeit , Reinheit der Lust, und — äußere Ausschmückung. Nichts ist unge. ftmder, als das Ausammenschichten von Kinder Massen auf schwülen Bänken und in engen Zimmern. Die Schüler müffen weitläufig auf den Bänken sitzen, sich nicht allzunahe berühren und pressen, haS Zimmer geräumig und hoch sein. Durch erstereS wird auch die Aufsicht erleichtert, durch letz. tereS jener eigenthümliche Geruch, der im Schulzimmer sich ^anhäuft, Md^ so eigenthümlich und schädlich ist, als her Branntwein- und Tabaksgeruch in Schenken, vermieden. Mir müffen nie vergessen, daß haS Schulzimmer der Aufenthalt unsrer Kinder wahrend tzeL größten TheilS deS Tageß ist, und also hierzu paffend und gesund fein muß. Hier, bei ist eS nun ein Herzenswunsch von meiner Seite, daß die Einförmigkeit, die meist in den Schulzimmern herrscht, die kahlen, weißen Wände, aüS denselben verschwinden, und diner gechiffen Ausschmückung Platz machen mögen. Wenn eine grüne Farbe, so wohlthikig für die Augen der Kinder, dje Wände bekleidet, Landkarten und PortraitS bedeutender Männer, Darstellungen von wichtigen GeschichtSereigMen, die zehn Gebote und Anderes dieselben bedecken: Po wird daS Schulzimmer einen erfreulichen Eindruck «u die Kinderseelen machen, dessen sie sich in späteren Jahr! noch Mit Vergnügen erinnern weiden, und der ihnen ein ^MffeS ästhetisches Gefühl einprägen wird, welches mit dem moralischen Hand in Hand geht. Philanthropin

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