Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 6 (6.1835)
- Date
- 1835-06-01
- Page
- Seite 211 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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O XVI. ti , - - 12. - - (Fortsetzung der im vorigen Hefte abgebrochenen Nummer über Schute- Schulwesen und Erziehung.) Äaffelbe läßt sich vom allgemeinen Geiste der Schule sagen. Eine Schule muß gar nichts Ungebildetes dulden, sie darf der Unbildung gar keinen Raum, keine Gelegenheit geben, sich zu äußern; die Schule muß gleichsam von der Luft der Bildung so erfüllt sein, daß beim Hereintritt der Schüler gleich in einer andern Sphäre ist^einen andern Sinn, einen andern Habitus annimmtnicht etwa den verstellter Heiligkeit: sondern indem sich die innere, geputzte (idealische) Seite vergeistigen Menschen heraüüwendet, und sich-des Sonnenstrahls der Cultur — die Wissenschaft ist die Sonne, der Lehrer daS Glaö — erfreut, und sich wärmt ppr der schnöden Kälte da draußen. DaS ist ganz gewiß. Daher ist eS ein schädliches Vprurtheil reicher Eltern, wenn sie ihre Kinder nicht nkbrn armen auf der Schulbank sitzen lassen wollen. Ich sage sch ältlich, denn fürchtet vielmehr, ihr Eltern^ daS Gift, daS herumschleicht in den Schulen, die bl.oS für Kinder begüterter und sogenannter gebildeter Eltern bestimmt sind. Dieses Gift ist eine Mischung verschiedener Stoffe; als da sind: Absonderung und Hochmuth, ^liebst Verachtung anderer, nicht so vom Schicksale bedachter Kinder, Erwerbung Erntenden Wissens, m Gesellschaft yon Hohlheit, besonderöMid. GemütheS, die Sucht zu glänzen, eine verkehrte Nivalisation mit Einimpfung von Neid und Mißgunst — andere zu verschweigen. Ich spreche so au- ' ' 15«