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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-03-01 · 3 (3.1835) · p. Seite 129

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
3 (3.1835)
Date
1835-03-01
Page
Seite 129 (sequence 26)
Language
German
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selbst reflectl'renbO Nutzen, ist, daß das ZudentHum in bür gerli ch er u n d religiöser H i n s i cht dadurch ve tge iftig t w i rd. Es war eine Zeit, und diese ist noch nicht gar lange vorüberwo die gebildeten Juden sich ihrer Nation schämtest; die Wegenpart wieS mit so verächtlichen Blicken auf den Juden Hin, daß dieser sich alles dessen, was ihn als einen solchen bezeichnen konnte, so schnell als Mötzlich zu entkleiden suchte. Nachdem^aber in allen Wissenschaften und Künsten sich Inden hervörgethan und Hervorthun, nachdem^ die Phalanx der seiner gebildeten Juden immer größer und dichter wird, und die Bildung selbst die unterste Klaffe durchdringt, sy kann auch der gebildete Jud< seiner Äation und Religion wieder froh werden, und den alten Stolz auf sie in neuem Eostüine auftreten lassen. Dieses nun thut sich der Lesewelt insbesondere durch jene Romane offenkundig, und darum sind sie von hoher Bedeutung, Sie geben dem Judenthum ein geistiges Interesse, lsttlcheS es veredelt und auch von Seiten der Weltbildung zu/einem Gegenstände der Theilnahme macht. Endlich da die Poesie immer eine gewisse und bestimmte hohe Empfindung zur Basis haben muß, worin sie lebe und womit sie sich durchsättige: so ist es nothwendig, daß, sobald dei^ Jude däS Object der Poesie wird, der Enthusiasmus für seine Religion die/Basis wird, und dem Products feine Färbung gibt. Nun ist aber nichts gewisser, als daß Enthusiasmus wahrhaft nur aus wahrem Enthusiasmus entspringt, und dann Enthusiasmus erweckt — so haß auchchierin Dichtungen der Art aufs glücklichste wirken. Nach dieser allgemeinen Beurtheilung, di^ aus den^redlichen Streben, jede wirksame Erscheinung in Israel richng zu beurtheilen uyd den Lesern naher zu führest, l/ervorgmg, werden wir uns. borerst mit folgenden neuerestStüchen beschäftigen. 1) Die Proselytin. Eharakteigemälde neuerer Zeit von M Wiener., Berlin 1864 ^). < *) Der Berfaffer ist uns schon durch/einen brauchbaren „Wandkalender der jüdischen Zeitrechnung von SSS4 st- 5743 (1734 1983)^^ bekannt.

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