Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 3 (3.1835)
- Date
- 1835-03-01
- Page
- Seite 128 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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126 und literarifchen Bildung eingetretm ist, und all- Verhält- «Lffe ^^drhthumsHur ^hrachd kamen, ist es d-nn auch geschehen^ ^qß der Jude sich selbst^ln Form -beh^ichtung auf die Scene brachte, und wie es natürlich ^War, noch näher in die Verhältnisse des jetzigen Juden einKehend, die bequeme Form des Momans und der Novelle hiezu wählte. Abgesehen nun von einigen früheren, uns bekannten, schwächeren Versuchen, wollen wir unü jetzt mit einigen, von Juden selbst verfaßten Schriften der Art beschäftigen, die im vorigen und vorvorigen Jahre das Licht der Welt durch die Druckerschwärze erblickten. — Vor Allem freilich fällt uns hier die Arage auf r wozu denst solche Romane nützen? was ihr Zweck und ihre Wirkung fti? Allein^ wir wollen Unsere Leser darauf aufmerksam machenbaß insbesondere zwei überaus Wichtige Vortheile aus diesen Producten entspringen. Der erste ist, .daß der Jud? durch sie Ln bürgerlicher und religiöser Hinsicht qls un reckt maß >g er Weise bedrückt, zurückgesetzt und verleumdet dargestcllr wird, und so dem Herzen der Men- AM-n — denä Romane haben einen größeren Lesekreis, als ' alle wissenschaftlichen und raisonnirenden Schriften«— das Gefühl der beleidigten Menschheit in Bezug auf Än Juden eingeprägt wird. Die meisten Schriften über Emancipation werden an/ meisten 7von Juden gelesen. Romane aber liegen aus den Tischen von Herren und Damen aller Eonfefsione«/und aller Stände. Es ist gewiß, daß der gewonnenes Spiel hat, welcher in dem Herzen der Menschen emanLipirt wird, weit mehr als wenn er im Verstände cmantipirt wird, denn jenes wirkt unmittelbar. Und dies Hu bewirken, übernehmen jene Romane. Der Einfluß ist unbewußt und t!ef> er untergräbt unmerklich das alte Gefühl des Hasses und der Verachtung^ und siegt, ohne eine Niederlage beizubringen. Denn beweisen läßt der Mensch sich nicht gern Etwas gegen seine früheren Ansichten, aber andere Gefühle Oößen sich unmerklich und deshalb wider-, standslvS ein, weil sie erst zum Bewußtsein kommen, wenn , sie völlig Warzel gesaßt. — Der zwGte auf das Judenthum