Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 3 (3.1835)
- Date
- 1835-03-01
- Page
- Seite 130 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der Verfasser hatte durch so weit wir dies aus demselben ziehen können, zwei allgemeine, aus der Erfahrung gegriffene Sätze yrrdeutlkchen wollen: wie dep reine und innige Enthusiasmus für unsere Mligion mit der höchste »neuernB i ldung ganzwphl verbunden sein könne; chie r»ber der Jude, sobald er i n hi e Kr eise der Hb Hern Welt si ch ei n d rängt, ge lstig yntergeht. Es ist die Zeit gekommen, und wird immer mehr kommen, wo sich der erste Satz in der wirklichen Welt iinmer offenkundiger macht, wo der ernster gebildete Jude einsehen wird, daß skine Religion die höchste Vernünftigkeit mit der Offenbarung vereint, die Gesetzt der Menschheit mit dem Wesen der Gottheit, und daS Wesen der Menschheit mit den Gesetzen der Gottheit verbindet; wo er erkennen wird, daß daher sein Beruf in der Geschichte der Menschheit ein höchst bedeutender sei, indeiy er für ferne JAhrhundette ein noch nicht genug erkanMs Kleinod aufnibewahren habe. Hingegen wird wohl die Zeit (wenig- /stens für Deutschland) noä) lange nicht kommen, wo der zweite Satz nicht wahr wäre, wp der Jude überall unter den allgemeinen Bedingungen des Men sch e n gewürdigt wird. Und ist es nun schon an und für sich schwer für den Meyschen überhaupt, sich in den höher» Kreisen als solcher zu erhalten, wie viel weniger wird es dem Juden gelingen? Diese beiden Wahrheiten also sucht/der Verfasser Ln seinem Romane zu verkörpern. Die Jugendepoche unsers Romanhelden war eine Reihe von bittern Täuschungen. Erzogen von reichen, hochgebildeten Eltern zu allen Ansprüchen deü Hebens, ausgestattet mit schönen Anlagen^ denen es an Entwickelung nicht fehlte, doch auch versehen durch einen Großvater mit Liebe zu seiner Religion, und von seinem Vatek auf dem Sterbebette beschworen, derselben treu zu bleiben, erfährt er den Undank derer, für die er am meistön gethan, sobald sie erfahren, er sei ein Jude/ wirb von seinem christliches Jugendfreunde, beider TP»rer miöihm erzogen, hintergangen, so^daß sein/ZNutter in Folge dessen