Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 3 (3.1835)
- Date
- 1835-03-01
- Page
- Seite 127 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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' ' / kommen unS nicht Alten, und sind unS ^xfteukich. Mittlerweile, dis sich der Leser mit uns überredet hat, daß diese Träume Wahrheiten sind oder werden, mag er sich heute mit Folgendem unterhalten/ / Seit Le ssing in feinem „Juden", und noch mehr ln seinem „Nathan der Weiset zum erstenmale versuchteden Israeliten in einer edeln Gestalt det Welt vorzuführen, uNd zu zeigen, daß der Mensch in dem gedrückten Juden dennoch mcht zer drückt ist: seitdem wurde dieser Versuch in mehreren Dichtungen und mit verschiedener Tendenz wiederhott. Wer kennt nicht — und wer sie nicht kennt, suche sie bald kennen zu lernen—die treffliche Erzählung deS ehrwürdigen Zschocke, die den Titel führt: Jonathan Frock? Derselbe bemühte sich hgrzustellen, wie ein Jude, mit d^d Religion des e t nigenGotte - im Herzen, H Unscheinbarer Gestalt die edelsten Thajen vollführt, einem Fürsten da- Leben auf^dem Schlachtfelde rettet, mit dessen Geschenk eine brave Familie vom Rand de- Verderbenreißt, Gefängniß und Schmach auf sich lasten läßt, um seine Zöglinge nicht zu vernichten, und durch sein einfacheaber innige-Gemüth da- Herz eine- Mädchengewinnt, das vor dem Namen Jude nicht zurückschreckt, sondern ihm ihr Dasein widmes» Eben so sahen gewiß schon viele meiner Lxser im,,Schemas von Cumbe rtan d ein Beispiel vor sich Stzrübergehen, wie unter der. harten Schale einealtfränkischen Juden dadankbarste, edelmüthigste Gemüth schlägt. Nicht weniger gelang eS dem tüchtigen Novellisten Spindler in seinem „Juden" ein furchtbare-, aber wahre- Gemälde aufzustellen, welchezeigt, wie ein Bendavid unter den empörendsten Schlägen der Grausamkeit sein mildes, verzeihendes, der Menschenliebe ossene- Gemüth mcht verläugnet und fahren läßt. Alle diese Versuche gingen von christlichen Schriftsteüern au-, und stehen unter den Schmähschriften, die nicht selten und noch immer auf uns tosfahren, alö unverwüstliche Denkmäler der Gerechtigkeit da. In der neuesten Zeit aber, nachdem der Jude selbst tn den Kreis der wissenschaftlichen