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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-02-01 · 2 (2.1835) · p. Seite 71

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
2 (2.1835)
Date
1835-02-01
Page
Seite 71 (sequence 11)
Language
German
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X Reim, die Mabische Prosodie mit allen ihren Subtilitäten, der ganzeL)omp deö mustlmännischeld StylS wurden in die einfache Drache der Hebräer eingeführr. Man muß sagen, daß die Rabbinen sehr glücklich in diesen Neuerungen waren, aber dieser Umstand ist es , der die Mehrzahl der rabbinischen Compositionen dieser Epoche unübersetzbar macht. Wenn man sie im Original liest, bewundert man sie ganz ulld gar, man ist über die abgemeff-nen Schwierigkeiten, welche die Auroren mit so vielem Glück^ zu besiegen gewußt, erstaunt; aber es ist nicht genug, um sie zu lesen, hebräisch zu verstehen, man> muß die ganze Bibel auswendig kennen, um sogleich die Nusigen Anspielungen, welche die Rabbinen auf biblische Verse machen, zu verstehen. Dies ist eine Schwierigkeit mehr, welche man nicht in den arabischen Schriftstellern findet, wo die Anspielungen Htzuf Verse des Korans ziemlich selten sind. . Wir wollen dennoch^emi'ge Proben dieser zweiten Epoche geben. Glücklicherweise treffenmstr Gedichte, wo das Wesen der ForM nicht aufgiopfert^st, wo "eine schöne Seele sich durch den Pedantismus der Schule Bahn brechen wußte. Je mehr die Gefühle der Rabbinen fick) veredelt batten in den höheren Regionen der Philosophie und Wissenschaften, desto mehr mußten sie ihre alte Unabhängigkeit bedauern; und die Verfolgungen, welche sich zu oft erneuerten, mußten den gefühlvollen Seelen manchen Scbmerzensruf entreißen. Die Mischen Dichtet fanden in ihren Leiden eine Lege^strung, welche den arabischen fehlte; ihre Klagelieder, entliehen einer finstern Melanchcme, idre Gebete und ihre Oden, welche die reinste^ religiöseEmpfindung^ und eine rührende Mesignation athmen, endlich ihre Lehren der Moral und Weisheit, gesammelt in der Mitte von Ruinen und Grävern, werden Anklang in allen Herzen finden, den^r es finden sich Gedanken und Gefühle für aller Menschen aüer^Länder und aller Jahrhunderte darin. . Ich fange mit einem kleinen Gedichte an, welches , nach seinem Inhalt, sich an die erste Epoche anschließt, aber dessen V ' . V '

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