Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/7166791-7167212-8877141--0500-7167324- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Glauben zu schmken. Interessant sind die Nachrichten über die literarische /und typographische Thätigkeit der Juden in Portugal (8teS Kapitel) und die jüdischen Druckereien und die datauS herporgegangenenf Ausgaben, so wie einige Drüber dirSoneißatischen Officinen im 10ten Kapitel. Sehr Ln Hen Hintergrund hat der Verfaffer die Geschichte der Juden ln Deutschland gestellt, so reich an wichtigen Begebenheiten. Wir schließen Viesen Bericht, bemerkend, daß, wenn auch das LPerk nicht zu den klassischen Geschichtsbüchern über diesen Gegenstand gerechnet werden kann, dennoch eS dem Forscherneben den Werken eines BaSnage, de Boissi, Sauval, Brüssel, Jost u. A., manchen guten Wink zu ertheilen vermag, dem grdßern gebildeten Publicum aber eine genügende und nicht unbelohnende Kenntnitz der jüdischen Verhältnisse im Mittelalter verschafft, zu dessen Aufklärung die Geschichte der Juden in demselben überhaupt wichtige Beiträge liefert. Ku rügen hätten wir noch die fehlerhafte Orthographie hebräischer Namen und Büchertitel. Druck und Papier sind gut. Dr. ruock. Phili^ppson. e) Antikritik wider die Receyfion de- Herrheimer'schen KtaderfteundeS. Einen Freund der Wahrheit und ächttr Verbesserung kann eS nur betrüben, wenn die einzelnen Mitarbeiter, um sich geltend zu machen, statt ihre Kräfte der Abschaffung verjährter Mißbräuche zu widmen, ihre College» angreifen, und deren Versuche rn den Augen der Laien herabzusetzen bemüht sind. Obgleich sie ihren Zweck bei jedem Edekdenken* den verfehlen, schaden sie doch durch den Unmuth, mitwel. chem sie den Beleidigten erfüllen, und erwecken zugleich Mißtrauen gegen Alle, die fleißig Mitarbeiten. Wollte man auch am Ende guten Willen in solchem Thun erkennen, und eS einem edeln Eifer fürs Gute zuschreiben, so würde jedenfalls die Unzweckmäßigkeit deS angewandten Mittels, die in gehässigem Gewände auftretende radelsucht, nicht zu billigen sein.