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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1835-01-01 · 1 (1.1835) · p. Seite 47

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
2 (1835)
Issue
1 (1.1835)
Date
1835-01-01
Page
Seite 47 (sequence 47)
Language
German
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großen Maimonides ward (! Raschi lebte 1040 bis 110S, MaimonideS 1137 bis 1206), welcher große Zuneigungxzu ihm und eine hoIe Meinung von seinen Eigenschaften äußerte. Nachdem er so neue Ansichten unb Ideen aus dem Urtttr-v richte des Lehrers von Alexandrien geschöpft hatte, begab er^ sich nach Persien, besuchte auch Rußland und Polens!) und wollte über Böhmen stach Frankreich zurückkehren. Bei seiner Ankunft in Prag wurde er von dem Rabbiner Jochanan B. Elieser wie ein Sohn ausgenommen. Sein Ruf war ihm vorausgegangen, und bei seinem EintHt in die Synagoge zu Prag bewies ihm der freudige Zurüf der Gläubigen die hohe Achtung, welche man ihm zollte, ungeachtet er erst 36 Jahr alt war. Die Freude ^Juden ü^er die Ankunft eines Rabbjnen, welchen man M ein Wunder der Gekehxsamkeit erklärte, entging ihren Feinden nicht, und die Bosheit nahm davon Gelegenheit, sie zu verderben. Die Juden, sagte man, feiern die Ankunft eines neuen Lar-Kochba; der Messias, den sie erwarteten, ist gekommen, Iseht sie triumphiren! Der Herzog Wladislaus, welcher seit 1140 Wgieite, hatte sich von Jugend auf den Juden gehässig gezeigt; sie hatten unter seiger Regierung dieselben Verfolgungen zu fürchten, wie unter einigen feiner Vorfahren. Die Freude der Juden reizte ihn; seine Trabanten kamen, den französischen Reisenden und dessen Wirth, den ehrwürdigen Jochanan, festzunehmen» Man schleppte Beide auf das Schloß vor Wladislav, welcher von dem Bischof von Olmütz und zweien seiner Räthe umgeben war, deren einer, Narzarad, den Juden viel Geld schuldete, um deswillen aber nur noch mehr gegen sie aufgebracht war. Ee war es, der dem Herzoge den Vorschlag gemacht hatte, die Gelegenheit zur Ausweisung der Juden zu benutzen. Jarchi wurde gebunden, und man war eben im Begriff, das Verhör mit ihm zu beginnen, als der Bischof von Olmütz die Augen auf ihn heftete und nicht wenig erstaunt war, in dem Gefangenen den Arzt wieder zu erkennen, welcher ihm in einer gefährlichen Krankheit, in die er auf seiner Wall^ährt nach Jerusalem geftillen

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