Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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45) Die erste Epoche^nimmt der Verfasser vom sechsten bis zuni zehnten Jahrhundert an. In den hiezu gehörigen 2 ersten Kapiteln Wird mehr/von den äußeren Verhältnissen der Nation im westund oströmischen Reiche, unter den Gothen in Spanien bis zur maurischen Invasion, unter den merovingischen Königen und^den /ersten Karolingern in Frankreich gesprochen, und die Darstellung übersichtlich und nach den Quellen gehalten; unberücksichtigt läßt der Verfasser das von den Schulen im OrientVausgehende innere Lieben des Iudenthums, von so großemj Einfluß auf ihre nachherige Bildung. Dle zweite Epoche reicht vom zehnten bis zum dreizehnten Jahrhundert, eine Epoche, sti welcher der Süden Europas die hebräische Nation wieder frisch erblühen sah, und in welcher all der Glanz, den sie nach ihrer Verbannung von den Ufern des Jordan auf die deS Euphrat geworfen hatte, wie mit einem Male an die Ufer des Tagus und . Guadalquivir versttzt schien. Der Halbmonö war es, unter dessen Schuh die Nation zu dieser neuen Blüthe gelangte und einer an großen Männern reichen Periode/entgegen eilte, die ihr eine eigene Literatur und eine neue Aera verschaffte. Sie waren z^i sehr' gewöhnt, sich wie daS Schilf unter dem Sturme zu beugen, als daß vorübergehende und einzelne Verfolgungen unter den Mauren großen Einfluß auf ihren Zustand hätte haben können. Unser Verfaffer gibt uns nun hier eine treffliche Schilderung der literarischen Thätigkeic der spanischen Juden, die unS anspricht, obgleich sie nicht nach den. Quellen, sondern nach Iuchasin, Zemach David (nicht TsWiiach wie der Verfasser schreibt), de Castro, Bartolocci u. Ä. ausgestellt ist. Merkwürdig und höchst auffallend ist es, daß er bei Gelegenheit von MaimonideS Leben eine gaiz andere und richtigere Charakterisirung de- Talmud gibt, alwir sie eben rügten. Äan- Muß bemerken, sagt er ((p. 7S), ,,daß die Mischna, welche mit der Gemara oder Erläuterung den Talmud bildet, eine Sammlung, von religiösen und liturgischen Vorschriften, von