Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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j. * 19 Parallelen liebte, angemessen war und die heilige Schrift in einen Nimbus involvikte,der fast Jahrtauftnde lang Phantasie und Gemüth unfer^r Väter ergötzte und befriedigte. In demselben, oder wenigstenähnlichem Verhältnisse wie die Talmudisten zur heiligen Schrift, befinden wir unS jetzt zu den talymdischen Schriften und Midraschim. — Den JnhaK der letzteren haben wir vaherÄben so wie Jene die heilige Schrift zu behandeln , d. h. ihre Autorität anzuerkennim, ihren Worten aber eine, unfern dermaligen sittlichen Bedürfnissen und individuellen Ansichten entsprechende Deutung zu gchen. 7— Kömmt eine solche Auslegung mit den seientifischvß Anforderungen nicht überein, so schadet dienicht-; eö wird ja vorausgesetzt, daß der Hörer ober Leser die Heiligkeit de- Puches annimmt und demzufolge dessen Aussprüchen einen Sinn zufchreibt, der verschiedenartige, für alle Fälle passende Oeutung zuläßt. Dieist wohl auch der Sinn de- Wie die Nömek die sybillinjschen Bücher, so wollen ^wir dje ln unseren angestammten ÄationalschrEsten verborgenen Orakel, als heilige Ueberreste einer längst verklungenen, durch die weite Kluft de- Mittelaltervon unS geschiedenen Zeit, zwar treu bewahren, aber zur Anwendung für da-Leben nach unserm heutigen,Standpunkte auslegenl" vr. B. Beer. Dieführt unS unmittelbar noch zu zwei Wünschen, die wir unumwunden au-sprechea wollen, und auf deren Realisirung der Herausgeber tharkrätzig hinarbeiren wird. Daß eö Bedürfniß in unserm Gottesdienste geworden, den seit geraumer Zeit in Unordnung gerathenen Gesang zu reinigen und zu ordnen, wird überall gefühlt, und bezeugt sich durch dsßü üönen Einrichtungen Ln München, Wien, Kopenhagen , Töplitz u. a. in dieser Beziehung genugsam. Nicht daß jene alten, so oft da- Herz tief berührenden, nur unmusikalisch vörgetragrnen Negunnn^sammt und sonderde- Landeverwiesen werden sollten, aber eine neuere Bearbeitung derselben, verMhrfmit im Geiste unserer Gebete und ckir örien- 0