Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/7166791-7167212-8877141--0470-7167293- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
talischem Hauche verfaßten, und die Gebete selbst zwischen^ Vorfänger Und Chor unR Gemeinde genau verthellenden Melodien, wäre ein überaus wichtiger Erwerb. Da nun dies gchßtenMeilS für die genannten Synagogen absolvirt ist, so liegt daS Schwierige darin , daß die Partituren überall fehlen, und nur iy seltenen, unvollständigen Abschriften zu haben sind. Eine Ausführung deS Gesagten Ln Druck, so « daß - eine jede Gemeinde dieselben erlangen könnte, und daß sie zugleich zu einem Kanon für alle Gemeinden, die sich sonst Mwxxtzw würden, bienen könnte, ist eS, welche Unsre lebhaftesten Wünsthe in Ansyrych nimmt. ES ist gewiß, daß bas Unternehmest mit vielen Schwierigkeiten verbunden ist, auch könnte es einem einzigen Manne nicht überlassen bleiben — aber je größer die Mühe, desto herrlicher, deHo erfolgreicher der Gewinn! Endlich das Letzte Was uns sowohl in der schule alS im Leben durchaus noch fehlt, ist eine deutsche Bibelübersetzung für Israeliten:, Wer auS Erfahrung ^veiß, wie unwissend die Masse der Jugend - Jünglinge und Jungfrauen gegenwärtig in dem Wesentlichsten unserer Religion >fst, wie wenig Sinn für das Heiligste unserer lautern Offenbarung, wie wenig Kenntniß vom Worte Gottes sie besitzt; wer da weiß, wie wenig daher dieHehre deS Höchsten das Leben der Meisten durchdringt und belebt , wird mit mir übereinstimmen, daß dieser traurige Umstand meistens daraus hervorgeht, daß sie die heilige Schrift nicht in Häüden haben, die Meisten aber zu wenig Kenntniß deS Hebräischen erlangen und erlangen wollen, um mit dem Urtexte sich beschäftigen zu können, so daß mit der Schule — und Biele haben diese gar nicht gehabt — jede Annäherung än die Offenbarung aufhört. ES ist daher durchaus nothwendig, eine Bibelübersetzung zu erhalten, sie alle Theile unserer heiligen Schrift umfaßt, nach den alten Kommentatoren gleicherweise wie nach den neuesten Forschungen angefertigt ist, durch ihre Wohlfeilheit aber — sie dürfte den Preis eines Guldennicht überschreiten — in Jedermanns