Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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K -z «M - .! 9 Miliarien. Hier und da bestehen schon einige Anstalten, die sich Seminanen titulireN: über einige wollen wir nicht mtheilen, andete werden gertzhmt, entgehen aber augenblicklich unserer Kettntniß. WaS wir jüdische Seminamen nennen und fstr durchaus nothwendig halten, sost daj» Schulwesen unter uN^ Fortschritte machen, sind Anstalten, welche einerseits jüdische Jünglinge tiefer in unsere AltertbulnSkunde, sowohl historisch, linguistisch, theologisch als asthet sch, auf neuere zweckmäßigere Art hineinführen, andrerseits ihnen bedeutender^ KenNtniffe der allgemeinen Wissenschaften, einer neuern Sprache, und einige Kenntniß der lateinischen Sprache darbieten, endlich eine vollständige Methodik, mit praktischen Uebungen verbunden, geben^ DieS ist die allgemeine Idee einer solchen Schule für jüdische Lehrer. Den uähiren Plan zu besprechen, werden wir balh Gelegenheit nehmen. ES ist e.in Herzenswunsch dcö HerastSgeberS, ein Müsse/ solcher Scmingrien gründen können, oder wenigstens/gegründet und dann an allen bedeutenden Orten vervielfältigt zu sehen. DaS hiesige Locale ist gegenwärtig nicht passend genug hierzu. „Wahrlich, nicht an^ der Kraft fehlt es in Israel, sondern nur an starkem und festem Willen, und — an Einsicht und Eigennuhlosigseit!" Wie oft werden die KrMe zersplittert und vergeudet, und fehlen da, wo cs anders chare. Diese Seminarien müßten von ganzen Provinzen erhalten werden, die ^ann Inic Lehrern von ihnen versehen würden. Nehmen wir' aber wirklich auf den religiösen Zustand Israels Rücksicht, so haben wir schon^öfters zu erkennen gegeben, daß wir gegenwärtig als hie wahrhaftesten Bedürfnisse ansehen: wahrhafte Andacht, geregelten Gesa n g und deutsche IredigteM CS ist nur zu wahr, daff der religiöse Sinn der meisten Israeliten noch zu ungebildet, zu ungeschlacht, zu roh ist. Daß e^i Gebet, sonder Andacht abgelesen, mit Geschwätz, Bewegungen und Ruhestörungen aller Art unterbrochen, kein gottgefälliges sein.kann> kein dem..höchsten Wesen geziemendes, sondern ein den Menschen selbst herabwürdWndeS Geplärr sei, müßte doch wohl 'S.,