Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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MWMWW^WWW! - ' 10 ' ^---,---- . / Jeder eknsehen und beherzigen. DaS ist aber eben so sehr die Klippe, an welcher alle unsre Reformisten scheiterst. Derselbe Umstand, der sie eben daran erinnern sollte, hlefen religiösen Sinn, der an und für sich unleugbar so reich in Israel und nur noch ungebildet ist, zuvor zu veredeln durch erweckende, aber friedliche und die Herzen gewinnende Schritte, feuert sie an, Hals über Kopf Alles über den Haufen zu stürzen, und die noch Herrschende Ordnung und Tendenz gar zu rinem Chaos zu verwirren. Das erste und hauptsächlichste Mittel /ist: deutsche Predigten. Diese sollen und können aber nicht Glosse moralische Neben sein , höchstens mit einem Bihelverse versehen israelitische Predigten müssen gehalten werden, den Geist unserer Offenbarung athmend, sich stützend auf die Geschichte der Nation, entlehnend auS der bisherigen Gestaltung des JudenthumS, und auftretend wider öffentliche und heimliche Angriffe unserer Religion. Nur so kann allgemein gewirkt, das Herz der Masse gewonnen und veredelt rverden. Der Herausgeber gesteht, daß er dies fein Jdeas immerfort zu verwirklichen strebt, daß er aber, insofern auch EN » I dies.Magazin die angegebene Richtung eingeschlagen, Einwendungen erfahren habe, die immer mehr zu beseitigen ihm .wohl gelingen wird. ES ist nämlich allerdings wahr, daß auf diesem Wege nicht selten die Regeln der Homiletik verletzt werden, aber wer will uns denn daran binden? besonders wenn wir dafür eine andere regelmäßige Construction der Predigt herbeibringen, die der Kunst nicht ermangelt?!^er Schreiber dieses liebt befdnderS zwei Arten beS Predigtbaües : die /ine ist, daß er die eigentliche Frage der Predigt durch eine Bibelstelle angibt, die Beantwortung aber durch einen UnterstützungstextWuS dem Talmud, den Midraschim oder alten Commentaroren tegelnM^t. Er hat in der PrgxlS gefunden, daß diese Predigten besondere- Wohlgefallen und tiefere Wirkung hervorbrachten. Als Beispiel gibt er die Peßachp/edigt Bd. l. S. 142, die Succothpredigt S. 346 an, und meine Zuhörer möchte ich an die letzte Chanukapredigt erinnern, dir die Worte des Herrn <rn Josua s' 6