Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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gering auS, daß höchstens mittelmäßige Subjecte aMstellt werden können,!die nicht selten Nebengeschäste zu betreiben gezwungen sind. Wir kennen daher jüdische Schulen, wo (kyrribits äiciiL!) Knaben und Mädchen bis zum 15ten Jahre und darüber in denselben Klaffen, oft "Noch dazu vermischt auf denfelven sänken sitzen, wo ferner vom ganzen Cursus bis zum gedachtem Alter jede fremde Sprache ausgeschlossen ist was kann aus solchen Schulbuchten Gutes, Helles, Segensreiches hervorgehen? — und die Lasten sind nicht gering, die dennoch durch dergleichen Anstalten den armen Gemeinden aufgebürdet sind. Wozu dies? Wir sprechen es aus: separate, gut organisirte Neligionsschulen, deren Bcsuchzeit mit den übrigen Schulen nicht collidirt, sind das Bedürfnis; der israelitischen Jugend, sonst besuche das Kind bie christlichen Schulen, um mit seinen einstigen christlichen Mitbürgern bekannt zu sein, Reinheit des Dialekts zu gewinnen und andere aus alter Zeit stammende Unarten abzulegen. Concentriren die Gemeinden hierzu Kräfte, 'so wird den jüdischen Lehrern ein bequemes, tWeirloses Leben bereitet, und Gemeinde und Lehrer und Kinder sich dabei wohl befinden. Wenn aber hiermit für die Jugend , selbst gesorgt ist, so steht dem tiefer Blickenden noch eine größere Sorge bevor, das ist die für den Lehrerstand selbst. Wer die Verhältnisse kennt, der weiß, wie selten bei der Unzahl jüdisches Lehren solche sind, die ihren Stand würdig auSfüllen, die mit genauer Kenn^niß der hebräischen Sprache und Literatur, mit reinem Enthusiasmus für ihre Religion eine gebildete Sprache und jede andre.Veredlung verbinden, welche vom Lehrer über die Jugend aussiießen sott. Die meisten sind Autodidakten — und welche unleidliche Eigenschaften besitzen diese gewöhnlich! — den), viele haben nur eine Elementarschule besucht, und sich dann allein fortKKldet (wejm.dieS eben stattfand), hie wenigsten habön wohlorganisirtt Bürgerschulen oder gar einige Klaffen eines Gymnasiums fttquentirt. Um kurz zu sein, was uns fehlt, das sind jüdische Se-