Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 12 (12.1834)
- Date
- 1834-12-01
- Page
- Seite 389 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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38-. der Geist spanischer Grandezza in ihrem Leben, in ihren Werken! Ganz anders verhielt es sich mit den Israelin im übrigen Europa. Ihnen war da- Leben eine foytlaufende Kette von Bitterkeiten, die Ringt dieser Kette waren kleinliche Neckereien, einzelne daS Gefühl der Wenschengröße und des MenschenwertheS allmählich untergrabend- Beleidigungen und Verfolgungen. Unter solchen Bienenstichen des Schicksals verliert der Geist seine Schwungkraft, bekommen die Ansichten das Gepräge der Kleinlichkeit Verfolgen wir die Geschichte der Juden Ln Spanien bis auf das zehnte Jahrhundert zurück, so finden wir schon srüh eine vom Geiste der Philosophie erleuchtete Bildung, hervorgehend auS der Wissenschaftlichkeit der Araber, prahlend bis über die Zeit des Maimonides und in ihren Folgen noch wohlthätig zur Zeit der oben genannten Rabbinen. Einen unfruchtbarem Boden fand die biblisch^ und talmudische Gelehrsamkeit in Frankreich und Deutschland, wo der Geist degriechischen und römischen Alterthums nicht einmal im morgenländischen Gewände aufkommen konnte. Schon Maimonides schreibt seinem Sohne: „Ich ersuche dich, fleißig die Werke deö Aben-ESra zu lesen, dessen Ansichten und Winke ich überall in der Gesetzsammlung und dem Buche Moreh benutzt habe, scheue aber ganz besonders die Schreibereien der französischen Rabbinen, die da meinen, Gott zu erkennen, wenn sie sich beim RindSbrateu Ln Essig mit Ragout weidlich thun, und ihre Geister mit Knoblauch erfrischen, und dann voll de- Irdischen zu Gokt schreiend beten und im Talmud lesen, auch in ihren Synagogen die heilige Schrift mißbrauchen;! außerdem aber mit einigen Dirrehms oder Pfennigen Armenspend^alleS Gute gethan zu haben glauben. Zudem nehmen sie meist mehrere Frauen, und leben, als wenn sie des Sinnengenuffeü nicht genug habest könnten. Das ist nicht die Weise, wie man Gott verehrt. Ihres UmgangeS lenthalte dich und suche vielmehr mit unfern Brüdern in Spanien ümzWhen, Idenn sie sind gut gesinnt, Menschen ^von Verstand und sonstigen Verdiensten." Wenn auch zu der Zeit ÄharbanetS daS sittliche Be-