Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 12 (12.1834)
- Date
- 1834-12-01
- Page
- Seite 382 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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' wähnten Don Jua^n zog sich Abarbanel von den Geschäften zurück. Aber plötzlich wärd er vor den König berufen und war schon arglos auf der Hleise, als ihm durch einige Freunde der Wink ertheilt wurde, daß sein Gehorsam ihm . das Leben kosten würde. Abarbanel wurde nämlich der Verbindung mit den Großen und dem Hause Braganza, die mit Spanien in.Bündniß standen, verdächtigt. Er flüchtete sich mit seiner Familie nach Castilien, sein Vermögen aber wurde eingezogen, sein Haus geplündert und, was ihn besonders schmerzte, seine.Bibliothek und seine Manuskripte zerstreut (s. den EomMntar, in der Vorrede züm äten Buche Mosis). Es konnte indeß. nicht fehlen, tiatz ein solcher Mann auch in Spanien die Aufmerksamkeit auf stch zog. Anfangs zwar suchte er nur seinen Studien zu leben und vollendete hier den Commentar zu dem Buche Josüa, Richter und Samuel, aber bald führte die Verbindung stsit vielen jüdischen und castilischen Gelehrten und der ihm durch sie gezollte «hm ihn auch in den königlichen Palast Ferdinands und JsabellenS, es^var gerade, als er die Bearbeitung fürX das Buch der Könige beginnen wollte, in seinem 47sten Lebensjahre. Acht Iahte blleb^ er als Vorgesetzter der Finanzen im königlichen Dienste, erwarb sich die Zufriedenheit deS Herrschers und erlangte, wie er selbst erzählt: sowohl Neichthum, altz Ehre, die sich der Mensch zum Leben schaffet." Bitter beklagte er eS indeß nachher, über den Dienst des spanischen Königs sein Erbtheil -X daS Königreich Juda und Israel, verlassen zu haben. haben schon oben erwähnt, welche Schritte Abarbanel zur Atzwendung des Unglücks seiner Brüder beim Könige that (S. IM, als der furchtbare Befehl im Jahre 1492 zur Räumung des^ Landes erging: seine Bemühungen, seine flehentlichen Bitten, seine Verwendungen bei den Großen des Reiches waren vergeblich. Er verließ mit seinen Glaubensgenossen Spanien und schiffte sich in Carthagena nach Neapel ein. Kaum hatte er hier seine Verhältnisse Mordnet, als der betagte König Ferdinand, den Abarbanel einen frommen Monarchen nennt, ihn zu sich rufen ließ, der seines Nathes