Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 12 (12.1834)
- Date
- 1834-12-01
- Page
- Seite 383 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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381 und seiner Hülfe um so eher bedurfte, da der französische König Karl VM. mit großer Heeresmacht Italien bedrohete und zur Eroberung des Königreichs Neapel die ernstesten Anstalten machte. Der Aufenthalt Abarbanels in Neapel dauerte daher nicht über ein Jahr, während welcher Zeit eram Buche der>Könige arbeitete fs. die Vorrede hierzu). Ferdinand starb 70 Jahre alt, von Kummer und Sorgen . bedrchlgt, am 25stcn Januar 1495. Der ihm auf dem Thione folgende Alfonö tpar, von den Franzosen in die Enge getrieben, Fenöthlgt nach Sicilien überzuschiffen, wohin ihm auch Abarbanel treuttck, mit Zurücklassung seiner Familie, biK nach Messina folgte. Er stand damals in seinem 57sten Lebenswahre. Die rn Neapel einrückenden Franzosen plünderten seur Haus ausx Nachdem der König in ein Kloster gegangenxwar, zwangen ihn Verfolgungen der Mißgunst, nach Coi^fu überzuschstfen. Hier bearbeitete er den Jesaias und hatte die Freude, ^fällig wieder zu dem in Lissabon verloren gegangenen Commentar zum Deutcronom zu gelangen. Er begab sich indeß bald darauf^ nach Monopolis, wohin ihm«seine Familie folgte. Doch auch hier fand Abarbanel keine bleibende Stätte und reifte nach Venedig ab. Hier vollendete er den Commentar zum 5ten Buche Mosis und verfaßte im Olsten Jahre die meisten «übrigem Werke; erst im 67sten Jahre schrieb er den Commentar zum 3ten Buche, zum Jeremias, Hesekiel und den 12 Propheten. Auch hier Ln Venedig soll er keine unbedeutende politische Nolle gespielt haben) wenn es anders wahr ^ist, daß er einen zwischen der Republik Venedig und dem portugiesischen Könige schwebenden Streit über Gewürz- Handel beigelegt habe. (S. die folgende Note.) Im 7lsten Jahre starb Abarbanel in Venedig, 1508 (5268 N.), betrauert von feinen Glaubensgenossendie in ihm einen ^mächtigen Beschützer verloren, und von den Großen Venedigs. Seine Leiche wurde in Pakua bestaftek, das Grabmahl haben die nachfolgenden Kriege spurlos zerstört. Er hinterließ drei Söhne: Juda, der Arzt in Neapel