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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1834-08-01 · 8 (8.1834) · p. Seite 243

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1 (1834)
Issue
8 (8.1834)
Date
1834-08-01
Page
Seite 243 (sequence 13)
Language
German
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D.-r, hren K das 8 239 ent- W Daß der Mensch nur mit Anlagen zum Guten oder Bösen, nicht mit Tugend oder Laster selbst aus der Hand der Natur hervorgeht, behaupte^ Maimonides im Anfänge seines achten Abschnitts, wie Aristoteles im Anfänge seines ' zweiten Buches Nikomachischer Ethik. Man freuet sich darüber, r^ie Maimonides hierbei so umsichtig zu Werkes geht, und das Materialistische, das man gewöhnlich zu sehr Hbersieht, in Erwägung zieht. So sagt er unter Anderem: „ein Mensch, besten Temperament zum TroFnen neigt, dessen Gehirn sein und von gLWer Feuchtigkeit ist: dem wird das Erlernen, Behalten unv tiefere Auffaffen leichter^ u. s. w. Die Erziehung und Bildung aber gebe diesen^ Anlagen ihre bestimtme Richtung und wahrhafte. Entwickelung. Deshalb sei die Astrologie — man bedenke, wie^ die damalige gesammte Menschheit unter dem Zepter dieses" Truggebildes stand reine Ilnwahrheit; wenn sie Wahrheit hatte, und der Mensch zu seinen Handlungen g ezwu ngen wäre, hätten alle Religion,, alle Gesetze und Vorschriften ein Ende, alle VorstchzsmaßWeln wären umsonst, au m- W Belohnung und Bestrafung zu denken.''^'Nein! auf G der Mensch ist, frei bei ftineni Thun, und nur jene natür- Ln-M lichen Anlagen geben ihm ^eind Richtung Bis hieher geht er K Maimonides Aristoteles Hcckd in Hand , Kur daß Letzs terer bdi weitem tiefer in dte Sache sindringt, unh eine genaue Untersuchung über die Seelenkräfte, die -zur freien Wahl des Menschen beitragen, anstelle - - )/ Mst^abex 'geht Maimonides zu der göttlichen Bestimmung über, üind kommt aus die' bekannte «verwickelte Frage, wie sich dLe FkLiheit des Menschen zu der ÄZörausbestimmüng durch Gott vers halte: eine Frage, von der, wie wir schon oben bemerkt. ^r! 22) LH,. K III. e. 1 — 5. JInAn. morai. L. I. c. 11 — 17. LullM. L.. N. o. 6 — 1!. Ar leugnet jede Naturgewalt (Jnstzykt), die auf den andern Geschöpfen lastet, und läßt die Handln»- - U ^gen aus Begierde und überlegter ^Vahl entstehen, . ' W die sei wieder dreifach: Lust , tzj^müthsbewegung und Wille. l

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