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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1834-08-01 · 8 (8.1834) · p. Seite 241

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1 (1834)
Issue
8 (8.1834)
Date
1834-08-01
Page
Seite 241 (sequence 11)
Language
German
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ihre W von W W > r len, hcn änes, bc- 8 ß 2.37 stehe ' ^). So weit also eia Denker, dem menschlichen Geiste und stiner Natur allein nachgehend, kommen konnte, kam der grüße Stagirit. Aber nachdem durch die Offenbarung daö enge Verhältniß zwischen dem Menschen und Gott sich kund" gethan, mußte dieV immer noch einer rechten Basis ermangelnde Tugend sich als ein Bestimmteres! setzen^ und die Gotteserkenntniß als Grundlage annehmen. Nun erst erhob sich der Mansch über sich selbst und überfeine irdische Natur, nun war eS nicht mehr dse unvollkommene menschliche Tugend, sondern die Tugend Gottes, die Vollkommenheit Gottes, welche den Blicken der Sterblichen ein gewisses höchstes Ideal, Gott selbst, Vorstellte. Diesen Schritt hat mit Bewußtsein und^ systematischer Klarheit M a i m o n / d e S z u erst gethan. Eine interesiante moralisch - psychologische Frage beschäftigt MaimonideS im sechsten Äbfchnitte, ob nämlich der Mensch, der seiner Leidenschaften Nur nach hartem Kampfe Herr geworden, moralisch mehr werth sei, als der Fromme, der die Tugend aus Neigung, zum Guten ausübt. Er stellt hier hie Meinung der Philosophen der unsrer Weisen gegenüber. Denn während jene behaupteten^ daß der, welcher die Leidenschaft nur nach einem Kampfe bemeistert, bei der Ausübung des Guten innern Gram empfindet und noch immer innere Neigung zum Bösen fühlt; der wahre Fromme aber die Tugend aus Lust am Gu^en ausübe, also eine höhere Stufe erstiegen habe — meinen unsre Weisen, daß der Mensch desto höher stehe, je mehr ep Impfen muß, um den Häng zum Bösen zu überwältigen, uyd daß die Belohnung der Tugend sich nach dem Grade der Anstrengung, die sie gekostet, richte. Maimonides vereinigt auf eine sehr sinnreiche Weise beide Meinungen Die Philosophen hätten nämlich die groben Laster im Sinne: Mordthat, Diebstahl, Betrug u. s. f.,.wo allerdings der Mensch bei weitem moralischer ist, der gar keine Neigung Dazu empfindet. Die erst- Buch der Nikon,. Ethik. Moral. msKiia L. I. h. 4 It. c. 1. .i-.

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