Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 8 (8.1834)
- Date
- 1834-08-01
- Page
- Seite 240 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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236 über die H a nz e Wett gelagert hatte, vorurtheilsloS alle diese Kasteiungen und Selbftpeinigungen von sich weist. Er erweist in dieser Beziehung hinlänglich, daß die Verbote der Speisen, der gesetzwidrigen Ehen, die Beschränkung deS ehelichen Umganges, die Gesetze der Zehenten, der Armeniheile der Ernte u. f. f. nur verordnet sind, um die Natur des ZNenschen, die eher zum Extreme der Leidenschaft als zu dem der Gefühllosigkeit sich binneigt, noch etwas über die bloße Mitte, die Cnthallfamkeit, hinauszuführen, daß eS aber deshalb^ um dles noch mehr zu bewirken, keiner Ausatzgesetze bedarf, sondern daß diese eher schädlich wären. Im fünften Abschnitte handelt MaimonideS von dem A ie l e des Menschen; von dem Zwecke des menschlichen Daseins, auf den er alle Anstrengungen seiner Geisteskräfte zu verwenden habe. Hier mußte natürlich der mosaische PhiRfoph vom ,Griechen völlig avweichen, und sich der Uns Mschied kund thun, der zwischen Offenbarung und offenbarüngSloser Philosophie immHr bestehen muß. Maimonides erkennt als das Ziel des Menschen an: daS Wesen der Gottheit so viel als möglich zu begreifen, und findet dies auf die kürzeste und erhabenste Weise ausgedrückt in dem Spruche unsrer Weiten: „alle deine Handlungen verrichte im Namen des Hichmelö^'b). —, Alle griechischen Philosophen stimmten darin überein, daß es ein h ö ch st e s G u t gebe, die Glückseligkeit , welches der Mensch Orrch das ganze Leben hindurch erstrebe. Welcheaber dieses höchste Gut sei, worin diese wahre Glückseligkeit bestehe, darin weichen sie himmelweit von von einander ab. Während Ep ikurus und vor ihm A rrstipp nur das Vergnügen als höchstes Gut wähnten, während die Eyniker dreses nur in der größtmöglichen Entbehrung aller Bedürfnissedie Stoiker in vollständiger N u he des Geistes fanden:, bestimmte A r i st o t e l e s, daß die wahre Glückseligkeit nur in der Tugend bcn