Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 8 (8.1834)
- Date
- 1834-08-01
- Page
- Seite 239 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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mg stch ner eten Hs llt r. Dte u n s s » r 8 s diesem Hauptgrundsatze, folgt dennunser Maimonideö dem Griechen auch Ln der W-Wrun-- de- 'Einzelnes. Maß der Menfth nur durch lang? Uebung und Erziehung, von zartester Jugend an, W dieser Mitte, d. i. zu der Tugend komme, zeigt er wie Aristoteles, der hier den Spruch Pkato'ö anführt: ,^man müsse von Kindheit ay angeführt werden, sich' nur dessen zu freuen und zu beklagen, was M muß^^).^ Wenn nun die Seele moralisch krank geworden, und sich dem einen Extrem ergeben hat, so kann man sie nur dadurch heilen, daß man sie geradezu zum aydern Extreme bringt, als den Geizigen zur Verschwendung, um dann die rechte Mitte, das Gleichgewicht, Herauszubringen. Dieser Lehrsah deS MaimonLd^s »st völlig der des Aristoteles ' und gründet sich auf die medicinischeMnsicht des Letztern, daß die Gesundheit, welche die Mitte »st, dadurch bewirkt wird, daß man den Kranken erst in die seinem Uebel Made entgegengesetzte Krankheit führe, wodurch das Gleichgewicht Hergestellt werde Daß dies die Grundattsicht des Hainwnides in der Arzneikunde nicht weniger war, zeigr z. B. das hier von ihm angeführte Beispiel eines Fiederhitzigen, den man nicht bloß mit das Blut beruhigenden Mitteln behandeln soll '?). — ES ist dies gewiß eine »»»tereffante pädagogische Frage, eines gründlichen Versuches wohl würdig , inwiefern diese vom Aristoteles und Maimonideß, zwei so gewichtigen Männern, empfohlene Behandlungsweise sich praktisch bewahrheiten würde. Wahrhafte Bewunderung erregt aber Maimoyides, in Betracht seines Zeitalter-, indem er über die rechte Bedeutung religiöser Handlungen spricht, und zu einer Zeit, wo eine finstere Äscetik sich M-ULV, <!-'§ re 'rette N.^9. / ' ' ' ' Ich habe dies aus mehreren, noch übrig gebliebenen medicini» fchen Stellen, z. B. krohl. 8. k »»'. L. erwiesen: Podalirius, Heft I. Seite ISS. .