Mannheim
Compact Memory

Jüdische Jugend · 1924-01-01 · 6 (1924) · p. Seite 107

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Jugend
Volume
1 (1924-25) Tischri 5685
Issue
6 (1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 107 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/7086666-7086667-7086668--18-7086684
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Heft 6 j.fidische Jugend 107 die sich nicht bewährt haben, oder daß Neulinge oder Emporkömmlinge im Zionismus mit dieser wichtigen Aufgabe und mit der Vertretung der Jugend betraut werden. Führende, erfahrene Menschen müssen sich der Sache der Jugend zur Verfügung stellen. Sie lassen sich finden: in Wien gibts ja etliche. Es muß auch bei uns zur wirklichen Aussöhnung und Annäherung von Jugend und Landesorganisation kommen. Der Anfang dazu war 1923 gemacht; nach schmerzlichen Jahren. Das ist das lobenswerte, hoffentlich segensvolle Werk von Dr. Klaber und Taglicht: die begannen es ohne Tamtam und Geschmuse (ohne Konzerthaussaalbeleuchtung) und Orgellärm. Vielleicht wird es gerade deshalb diesmal ein Erfolg: Es wäre Zeit! Ego spem pretio non emo! ZUR FRAGE DER JÜDISCHEN COULEURVERBINDUNGEN. Von E. SHAER. (Schluß.) Die Verbindungen waren — wie gesagt — in den ersten Jahrzehnten; die Hauptträger des Wiener Zionismus, stellten fast ununterbrochen den Parteiobmann und erzogen eine grosse Reihe Führer, von denen ich nur ganz wenige nennen will: Dr. N. Birnbaum und Dr. Schallt (Kadimah),. Dr. Karl Pollak und Dr. Zollschan (Unitas), Dr. Körner, den Schöpfer der jüdischen Wiener Sportbewegung (Ivria), Dr. Desider Friedmann (Libanonia), Oberingenieur Stricker (Brünner Veritas), Chefredakteur Julius Löwy (Prager Barissia und Unitas Wien) und viele viele mehr. Die Verknüpfung der akademischen Verbindung mit der zionistischen Bewegnng ist übrigens so gross, dass es wahrhaftig überflüssig erscheint, sie erst beweisen zu wollen, wenn auch Böswillige immer einen Vorwand zur Kritik suchen und finden. Wichtig erscheint mir nur ein in der letzten Zeit oft gehörtes Bedenken: „Die Verbindung ist nicht mehr zeitgemäss". Demgegenüber möchte ich sagen, die Verbindung ist eine Organisationsform, nicht mehr und nicht weniger, es kommt immer nur darauf an,, welchen I n h a 11 sie umschliesst. Es kann gute und schlechte Verbindungen geben und die gleiche Korporation kann nach einigen schwachen Jahren aufs neue zur Blüte gelangen, es hängt also davon ab, wes Geistes Kind ihre Mitglieder sind. Nun ist es aber allgemein bekannt, dass es in keiner Vereinigung so strenge Ballotage gibt wie gerade in einer Verbindung und dass dies an sich schon eine Gewähr für die Qualität bietet, während uns anderseits kein Fall bekannt ist, wo ein Hospitant bloss auf Grund seiner, von der Mehrzahl der Mitglieder abweichenden politischen oder sonstigen Meinung * Leider ist das derzeitige Landeskomitee, das nur von einem Teil der zionistischen Organisation in Österreich gewählt wurde, ohne Jugendreferenten..

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.