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Jüdische Jugend · 1924-01-01 · 6 (1924) · p. Seite 104

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Journal
Jüdische Jugend
Volume
1 (1924-25) Tischri 5685
Issue
6 (1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 104 (sequence 13)
Language
German
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104 JüdischeJugend Heft 6 DIE JÜDISCHE JUGENDBEWEGUNG. IN ENGLAND Viel zu wenig wissen wir auf dem Kontinent über die recht starke jüdische Jugendbewegung im britischen Reiche und viel zu wenig - wissen auch unsere Freunde jenseits des Kanals von unserer Arbeit. * Ich halte es deshalb für wichtig, wenn ich nachstehend auch nur einige wenige konkrete Mitteilungen über das mache, was mir anläßlich meiner Verhandlungen und eines Vortrages in London von jüdischer Jugendorganisation entgegentrat und bekannt wurde. Vielleicht wird es möglich sein, die Verbindungen,-die ich dort angeknüpft habe, weiter auszugestalten, so daß ein, im Interesse beider Teile gelegener, regerer Verkehr, unsere gegenseitige Kenntnis beträchtlich erweitert. Das auffallendste Kontingent innerhalb der jüdischen Jugendverbände Großbritanniens und auch seiner Kolonien stellen die verschiedenen, halbmilitärischen, pfadfinderartigen Kadettenorganisationen, die „Boy-scouts" und „Girl-guides". Sie entsprechen wohl in vielen technischen Beziehungen, ganz und gar nicht aber, in geistiger (Liebhaber des Schomer könnten sagen kultureller) Beziehung, den kontinentalen Schomerbünden. Ihre Organisation ist musterhaft und vorzüglich ausgebildet. Sie sind „allgemein jüdisch", nicht zionistisch, geschweige denn sozialistisch oder auch nur sozialistisch angehaucht. Zu Palästina haben sie nicht die mindesten innerlichen Beziehungen. Anders der zionistische Jugendverband. Unter der Leitung des „Young Zionist Council' stehend, umfaßt er wirklich alle zionistischen Jugendvereine Englands und spielt in der zionistischen Partei eine wesentliche Rolle. Das vorherrschende Element in seiner Struktur ist die ältere Jugend (!), die durch den Verband eine rege Werbe-, Veranstaltungs- und Palästinatätigkeit entfaltet. Dieser Jugendverband könnte uns ein Beispiel für Österreich geben, wo alle Schaltjahre einmal ein jüdischer Jugendverband gewöhnlich als arbeitsunfähiger Torso auftaucht. Der Verband gibt auch eine eigene Zeitschrift „Bulletin" heraus. An seiner Spitze steht derzeit Mr. Temkin. Ich hatte auch Gelegenheit, mich bei einem einzelnen, noch jungen, aber umso arbeitseifrigeren Verein, dem „Young Maccabeans", von der regen Tätigkeit der dort organisierten jungen Zionisten zu überzeugen. „Young Maccabeans" hat Heimabende mit Vorträgen usw., seit dem Besuche der „Hakoah" in London auch eine Sportsektion. Sowohl Mr. Temkin, als auch die leitenden Funktionäre der „Young Maccabeans", Mr. Zimmerman und Mr. Minsky drückten mir ihren lebhaftesten Wunsch aus, mit uns in Verbindung zu treten. Sie wünschen auch die Zusendung der „Jüdischen Jugend" und anderer gleichartiger Organe, aus denen sie sich über unsere Jugendbewegung orientieren könnten. Durch einen Austausch dieser Art könnte, meiner Meinung nach, die traurige Tatsache, daß die jüdischen Jugendorganisationen verschiedener Länder — trotz wiederholt pompös angekündigter und versuchter Gründungen eines jüdischen Weltjugendverbandes — voneinander nichts wissen, beseitigt werden. Alfred Tysser. TRAGET SCHUHE mit eingebautem v^gg^r"~ „Berson"-Gummiabsatz igjöUäiiai^tBLiDia

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