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Jahresbericht · 1931-01-01 · 1931 · p. Seite 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht
Volume
1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 16 (sequence 23)
Language
German
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IRI
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In einem zweiten Haus befindet sich ein Klub, das Büro, das Gastzimmer und Wohnräume für das technische Personal. Das dritte Gebäude enthält ein Ambulatorium, einen Isolierungsraum, die Vorratskammer und die Wohnung für die Oberschwester, während Küche und Waschanstalt im vierten Hause untergebracht sind. Die Kolonie wird von der Bialystoker Gesellschaft für Waisenfürsorge verwaltet. Sie dient zur Aufnahme von skrofulösen und anämischen Kindern und von Rekonvaleszenten. In den Monaten Juni bis August hielten sich in der Kolonie insgesamt 89 Knaben und 108 Mädchen auf, und zwar zuerst eine Gruppe von Säuglingen und Kindern in vorschulpflichtigem Alter, dann Schulkinder und Handwerkslehrlinge (s. die photographischen Aufnahmen von Kindern in dieser Kolonie). Die zweite Sommerferienkolonie liegt bei Dlugo-Siodlo (21/2 Stunden Bahnfahrt von Warschau) in einem Fichtenwalde. Das Haus, dessen Bau im Juni 1931 beendet wurde, hat 14 Zimmer und eine große Veranda. Vom 23. Juni bis 15. September waren dort 265 Mädchen und 125 Knaben untergebracht. Die Kolonie trägt den Namen „Jehudit" und wird von der orthodoxen Schulorganisation „Choreb" verwaltet. Der Aufenthalt in dieser Kolonie hatte für die Kinder durchaus befriedigende Resultate. Die dritte Sommerferienkolonie, die mit unseren Mitteln errichtet wurde, befindet sich unweit von Pinsk auf einem großen Grundstück, das mit Gebäuden unter günstigen Bedingungen erworben wurde. Das Hauptgebäude hat 14 Schlafräume und ein Speisezimmer. Von Mitte Juni bis Anfang September waren in der Kolonie 96 Kinder (51 Knaben und 45 Mädchen), vorwiegend Schulkinder, aber auch Lehrlinge, alle aus Pinsk. Die vierte Kolonie, in der Nähe des Städtchens Kozienice, ist im Bau. Sie soll im Sommer 1932 eröffnet werden. Die fünfte Kolonie Hegt bei Pasieczna an der Nordseite der Karpathen in malerischer Umgebung. Die jüdische Waisenhausverwaltung in Stanislau hat, zum Teü mit unseren Mitteln, für diesen Zweck ein zweistöckiges Gebäude erworben, das nach Umbau 78 Kinder aufnehmen kann (s. die photographische Aufnahme des Hauses). Auch diese Kolonie wird im Sommer 1932 eröffnet werden. Der Gesellschaft für Waisenf ürsorge in Bialystok haben wir, wie in früheren Jahren, auch im Jahre 1931 einen Zuschuß gewährt, diesmal für die Anschaffung von 40 Betten. In den vier Waisenhäusern der Gesellschaft sind 170 Kinder untergebracht. Eine Anstalt nimmt Säuglinge und Kinder bis zu drei Jahren auf, eine zweite ist für Kinder in jugendlichem Schulalter bestimmt, die dritte für Kinder, die ein Fach erlernen, die vierte Anstalt dient als Tagesheim für Kinder der beiden letzten Kategorien. Es bestehen Werkstätten für Schneiderei und Tischlerei (s. die photographische Aufnahme von Kindern aus einer dieser Anstalten bei der Gartenarbeit). 16

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