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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1915-01-01 · 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915) · p. Seite 49

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 49 (sequence 54)
Language
German
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Asafs Quellen• 49 dessen auch hier nur an eine Anregung gedacht werden könnte, wenn nicht eine nähere Voraussetzung die Forderung stellen wurde, den Einfluß zur selbständigen Behandlung auch dieses Themas bei Galen zu suchen, der die Krankheiten ebenfalls nach der Reihe der Körperteile behandelt hat. Mit einer über Jeden Zweifel erhabenen Gewißheit kann man demnach nicht behaupten, daß Asaf die Schriften des Hippokrates aus erster Quelle gekannt habe. Berührungspunkte gibt es sehr viele, die Bücher der Aphorismen und des Prognostikon sind sogar zu ihrem größten Teil wörtlich ins Asaf-Buch einverleibt worden, aber nachdem diese in den Interpretationen des Galen ebenfalls wörtlich Satz um Satz zitiert werden, so ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß Asaf den Hippokrates aus Galen und zwar, — wie wir sehen werden — aus dem griechischen Galen gekannt hat. B) Der wertvollste, sprachlich und sachlich lehrreichste Teil des Asaf-Buches ist das Verzeichnis von 123 Heilmitteln und deren Heilwirkung, das pp. 120 — 170 mitgeteilt wird• Steinschneider und Löw haben bereits darauf hingewiesen, daß hier Asaf teils den Dioskurides abgeschrieben, teils ihn frei wiedergegeben, aber auch andere Quellen benützt hat. Zweifellos war Asaf der Arzneimittellehre des Dioskurides (7cspi tcov (papaaxeov) gefolgt, denn es kann nicht dem Zufall zugeschrieben werden, daß die Reihenfolge der ersten f vierundzwanzig Pflanzennamen bei A. ganz genau der Reihenfolge bei D. entspricht. Das Asaf-Buch bietet gar keinen Anhaltspunkt, woraus ersichtlich wäre, was Asaf bewogen hat, die Reihenfolge abzubrechen, zumal doch alle weiteren, von ihm behandelten Heilmittel auch bei D. vorkommen, und da er ja in der Behandlung dieser ebenso viel, oder auch gerade so wenig den Ausführungen des D. folgt, wie in den ersten vierundzwanzig. Ein Einfluß des D. läßt sich auch im Gebrauch der Synonyma erkennen, auf welche wir schon oben (p. 17) hingewiesen haben, und deren Mißbildung nur auf Mißverständnisse des D.-Textes zurückgeführt werden kann. Auch Galen gebraucht in seinen Büchern 4

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