Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 44)
- Language
- German
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Asafs Quellen• 39 צרעת oder שחין vor. Dasselbe ist auch bei anderen Krank• heiten wahrnehmbar, so daß man bei Augenleiden unter עמומה—נשף—לובן nie wissen kann, was Asaf damit gemeint hat, so daß uns nur eine Vergleichung mit den Quellen zur Bestimmung der Krankheit führt. Asaf kennt das arabische Lehnwort ה וקנא für Klystir, das schon im Kanon des Avicenna und bei Maimuni eingebürgert ist, noch nicht; er spricht nur von כיבוס מעיים. Für sauere Milch, welche Maimuni (Pirque Mosche p. 99) החלב החמוץ nennt, hat Asaf keinen Ausdruck; er sagt durchweg (p. 31 und sonst) חלב שנלקחה המאתו. Die Beispiele ließen sich in Menge vermehren, aber wir wollen unserer Arbeit nicht vorgreifen und werden auf die sprachlichen Besonderheiten Asafs in den Kapiteln über Anatomie und Pathologie hinweisen. Hier möge in dieser Armut der noch nicht entwickelten Fachausdrücke die berechtigte Annahme ihre Stütze finden, daß Asaf lange vor Harun al-Ra§id, vor dem Aufblühen arabischer Wissenschaft, spätestens im siebenten Jahrhundert in Mesopotamien gewirkt hat. IV. Asafs Quellen. Asafs wissenschaftliche Bedeutung und der Wert des Asaf-Buches hängt vielfach von der Erkenntnis dessen ab, welche Quellen er benützt und ob er sie im Original, oder bloß durch Vermittlung von Übersetzungen gekannt hat. Unter den Wenigen, die sich mit Asaf befaßten, sind nur Steinschneider und J. Löw auch dieser Frage näher getreten; ersterer sagte noch im Jahre J8501): ״das Asaf-Buch ist mit der größten Wahrscheinlichkeit aus der arabischen Pseudepigraphie abzuleiten“, im Jahre J8792) ging er einen Schritt weiter und meinte: ״man wird in diesem Buche im Ganzen mehr auf syrischen als auf arabischen Ursprung geführt“, hingegen im Jahre 18933) neigte er sich schon, wenn *) In der Encycl. von Ersch und Gruber XXVII, p. 444. 2) Hebr. Bibliogr. XIX, p. 37. 3) Die hebr. Übersetzungen, p. 667.