Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 21)
- Language
- German
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Das Asaf-Buch. 16 Anfang und Schluß des Eides erwähnt werden, an derselben Schule gelehrt haben. Einen entscheidenden Beweis dafür, daß das Asaf-Buch nicht vom gelehrten Autor geschrieben, sondern auf Grund seiner Vorträge auf gezeichnet wurde, liefern die im Buche äußerst zahlreich vorkommenden hebräischen Transskriptionen griechischer Wörter. Krauß hat im ersten Bande seines Werkes über griechische und lateinische Lehnwörter (Berlin 1S98) gründlich dargelegt, daß die Transskription ins Hebräische immer nach rein phonetischen Grundsätzen geschehen ist; das ist eben ganz natürlich bei der talmudisch-midraschischen Literatur, wo das Griechische als lebende Sprache, als im Munde des Volkes allgemein gebräuchliches Idiom das Material zur Erklärung gewisser Realien geboten hat. Anders verhält es sich aber bei der wissenschaftlichen Kleinarbeit des Gelehrten, der zur Erklärung seiner zweifelhaften Realien schriftliche Quellen heranzieht; der wird das Wort — so weit ihm das Alphabet der eigenen Sprache zur genauen Bezeichnung der Fremdlaute entspricht, — gewiß nur so wiedergeben, wie er es sieht und nicht wie er es hört. Zum Beispiel kommt der griechische Pflanzenname ap1<7T0X0yta. (Osterluzei) in der syrischen Transkription (bei Budge I. 99) ארסטלכיא richtig mit יך in der arabischen (bei Steinschneider, Heilmittel der Araber, WZKM. XI. No. 51) ארסטלוכיא ebenfalls mit x vor, hingegen schreibt das Asaf-Buch an zahlreichen Stellen konsequent, trotzdem es feststeht, daß er den Dioskurides benützt hat, immer nur nach der neugriechischen Aussprache ארישטולושיאה das x *nit ש ausgedrückt, 4 und des- Astronom gerühmt wird und gerade zur Zeit des Königs Sabur auch in Nisifeis studiert hat. Jarchinai mochte ein in den neupersischen Schulen allgemein gebräuchlicher Titel für Gelehrte gewesen sein, die ärztliches und astronomisches Studium, welche beide zusammengehörten, getrieben haben. Daß im Kollegienheft des Schülers bei Aufzeichnung des Eides, also nach Beendigung der Vorträge, die Namen der Lehrer statt Asaf mit Anspielung auf die Heilige Schrift I. Chron. XVI, 17. Ben Berekjahu und Jochanan mit Anspielung auf das Evangelium, Sohn des Zebedäus geschrieben wurden, ist nichts anderes, als ein unschuldiger, ulkhafter Streich des Schülers,