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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1915-01-01 · 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915) · p. Seite 6

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 6 (sequence 11)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122138--5956-6603549
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b Das Asaf-Buch. Das ist das Buch de* Heilmittel, welches die früheren Weisen übernommen haben1) [העתיקו] aus dem Buche des Sem, des Sohnes von Noah, welches dem Noah auf dem zum Ararat- Gebirge gehörenden Berge Lubar nach der Sintflut übergeben wurde. Denn damals begannen die unreinen Geister [רוחות הממזרים] die Kinder Noahs zu beunruhigen, sie zu verführen und zu betören, sie mit Krankheiten, Schmerzen und totbringenden Leiden zu züchtigen und zu verderben. Da kamen alle Kinder und Enkel Noahs und erzählten dem Noah ihre Plage und berichteten ihm über die Schmerzen, die an ihren Kindern sichtbar sind. Noah erschrak und er erkannte, daß alle Arten der Krankheiten und Leiden die Folgen von Sünden seien. Da heiligte er seine Kinder und das Hausgesinde, trat vor den Altar, brachte Opfer, betete zu Gott, der ihn erhörte und ihm einen der diensttuenden heiligen Engel, den Raphael, sandte, um die unreinen Geister von der Erde zu vertilgen, damit sie unter den Menschen keinen Schaden mehr anrichteten. Dies tat nun der Engel, indem er die Geister ins Gefängnis sperrte, doch nicht alle, denn den zehnten Teil von ihnen ließ er vor dem Geisterfürsten Mastemah frei auf Erden wandeln, um durch sie die Frevler unter den Menschen zur Strafe ihrer Sünden mit Krankheiten plagen zu können. Damit aber die Krankheiten der Menschen doch geheilt würden, lehrte er den Noah alle Arten von Heilmitteln, um zu heilen durch Bäume, Gewächse und Wurzeln; er sandte auch die Häupter der übriggebliebenen Geister zu Noah, damit sie ihm zeigen und kundtun mögen die Heilpflanzen, mit allen ihren Gräsern, Blättern, Kräutern, Wurzeln und Körnern (Samen), wozu sie erschaffen wurden, und lehrten ihm alle Arten ihrer Heilkraft. Noah schrieb x) Dieses Verbum für ״übersetzen“ ist erst seit den Tibboniden herrschend geworden; früher war es für abschreiben, überliefern, in eine Sammlung eintragen gebräuchlich. Zunz, Ges. Schriften III, p. 63. — Auch das Wort מדרש, das in der HS. p. 240 in der Überschrift eines Kapitels vorkommt: זה ספר המדרש מדרש הרפואות bedeutet in diesem Zusammenhang, wie das Verb. פרש und פתר nicht nur Auslegung, laterpretatio, sondern auch Übersetzung, gleich wie das Wort Tefszir sowohl für Auslegung, als auch für Übersetzung gebraucht wird.

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