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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1916-01-01 · 39. für das Schlujahr 1915-1916 (1916) · p. Seite 136

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
39. für das Schlujahr 1915-1916 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 136 (sequence 81)
Language
German
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136 Asafs Therapie. üblen Geruch des Mundes, wenn man es kaut, oder wenn man mit dessen Abkochung den Mund spült; trinkt man davon eine Drachme, so nutet es gegen Magenschmerzen, Pleuritis, Dysente'rie, Leber- und Gedärmeschmerzen. 20. Der Sandaros1) dessen Kraft leicht und trocknend ist, wirkt gestoßen und gekocht getrunken heilend bei Mileleidenden, heilt geschwollene Füße, Hände und Gesicht, nützt ferner gegen Paralysis, fördert die Menstruation und heilt verdunkelte Augen. ohne Zweifel das bei Diosc. I, 22 beschriebene ayaX0J(0v, mit dessen Heilkraft Asafs Mitteilung fast wörtlich übereinstimmt. Äsaf erwähnt noch einmal diese Pflanze p. 108: עץ קידה הנקרא בלשון ארם קי־סא דבסמא ובלשון יוון קסילו אלדן ובלשון ערב ערד. Der arabische Name [HA. 1414] kommt bei Budge I, Gl. mit ocyaAo^ov identifiziert vor, s. v. — אגאלובק עוד ה:די und s. V. עיד בכרי־אולוג; nach BB. 28 wird אגלרבין bei den Persern אולוג genannt. — K. II, 565: עודובלטין ש־־לו אלואיש הוא ליגנא אלואץ. Diese ligna aloes sind nur Holzstücke, welche mit Harz durchzogen sind (Leunis II, 537). — Sonst kommt קידה — welches Wort für Cassia gebraucht wird [APf. 295, 340] - bei Asaf nicht vor, und es bleibt unaufgeklärt, warum er diesen Ausdruck auf anwendet. *) p. 134: סנררום ונקרא בכל לשון ברוניקין. Nicht bestimmbar. Asaf bricht hier die Reihenfolge des Dioscurides ab, bei dem Naskaphton, Kankamon folgen, Harzarten, welche aus Indien, Arabien und Aegypten beschafft wurden und an deren Stelle Asaf — vielleicht wegen der Schwierigkeit der Beschaffung — eine andere Harzart erwähnt. Wahrscheinlich ist damit Beronice (Vernix, Bernstein) verstanden, von dem Steinschneider sagt (Donaolo 34): ,,nach Serapions Meinung est autem secundum quosdam gumma cum potius videatur esse lapis; Sandros, Sandarach ist wie Bernix ein Gummi. Wachholderharz, gurnmi juniperi.“ Budge I, 607, II, 722 soll סנדרום arab. דהן בעסא sein. ויקרל עסל אללבן צרוא איתוהי שומנה דמוראן דכד עטר בנוי־־א הני ריחה ואחרנא צרוא עצרא הד דאבטפורכא, d. i. ein Myrrhen-Extrakt, oder nach anderer Meinung Extrakt des Styrax. — K. II, 508: סנדרום ובלטין שאכדארקא היא גלאשא. [Imm. Löw; סנדרום Hai. ged. 511: ed. Hildesheimer; Aruch II, 367a. PS. 2674; Mull et, Mineral arabe 2&4: la resine du copayer; nach Anderen; Juniperus-Harz, auch Drachenblut; Lippmann I, 89. Asaf setzt Sandaros für y-y.yx.ap.0v, wie aus Diosc. I, 24 ersichtlich ist. Avicenna hat dieselbe Identifikation. Alles hat schon Salm&sius cap. C. I. p. 161 b schlagend auseinander gesetzt; er sagt; die Latinobarbaren haben Karabe (Bernstein) in Beronike (vernix) entstellt.]

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