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Palästina · 1907-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1907) · p. Seite 53

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Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1907)
Article
Landwirtschaft in der Wüste ohne Bewässerung
Date
1907-01-01
Page
Seite 53 (sequence 4)
Language
German
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Wenn der heisse Wind bläst, heißt es ackern, wenn die Temperatur steigt, achern; und besondes nach einem Schauer, welin die Oberfläche befeuchtet worden, von der Sonnenhitze zu einer Kruste erhärtet ist, die Staubdecke sofort durch Ackern wieder herstellen. Denn diese Kruste bildet einen guten Leiter zwischen der feuchten Erde und der darüber befindlichen trocknen Luft, und jederzeit ihres Daseins führt sie die Feuchtigkeit tonnenweise der Prärieluft zu. Alle Gewächse, die in Furchen wachsen, z. B. Kartoffeln, Runkeln und Gemüse sollen zehn bis fünfzehnmal während des Wachstums umgepflügt werden. Obstgärten muß man mindestens die gleiche Aufmerksamkeit schenken. Viel des Umpflügens geschieht jedoch mittels leichter Eggen, so breit, um einem Mann zu ermöglichen, vierzig Acker pro Tag zu bearbeiten. Es gibt auch zwei und drei Furch-Kultivatoren für die Zeit, nachdem die Pflanzen das Egge-S.tadium überschritten haben. Weizen und die anderen kleinen Körnerfrüchte werden nach jedem Regen geeggt, bis die Frucht mehrere Zoll hoch steht; oder sie werden in Reihen gesät, die weit genug von einander entfernt sind, um ein Umpflügen des Bodens zwischen diesen Reihen zu erlauben. Mit Hilfe solcher Methoden und Geräte werden die Kosten überraschend denjenigen für Anbau gewöhnlichen Landes näher gebracht. Die Campbell Methode hat sich zur Annahme nur durch ihre Resultate durch* gefochten. Ihren ersten Sieg gewann sie im Jahre 1893 in Brown Country S. D. als Herr Campbell 124 Büschel Kartoffeln per Acker baute, im Wettstreit mit seinem ,,ungläubigen" Vater, der es nach den alten New-England-Methoden unternahm, die neue Art zu schlagen, infolge großer Trockenheit aber eine Niederlage erlitt. Im Herbst'waren Campbeils Felder bis zu 6 Fuß tief feucht, während alle anderen bis zu unbestimmter Tiefe trocken wie Staub waren. Im Oktober 1894 zeigten dieselben Felder zehn Fuß Feuchtigkeit — ein klarer Beweis, daß sie der Trockenheit Herr wurden. Herr Campbell versuchte geduldig, durch wahrhaft wissenschaftliche Methoden sein System und sandte dieses Jahr dem Department of Agriculture zu Washington viele, Erde enthaltende Gefäße zum Zwecke von Feuchtigkeits-Versuchen zu. Die nachstehende Tafel veranschaulicht die Ergebnisse der Versuche von zwei Feldern: Nr. I unter der Campbell Methode; Nr. II unter gewöhnlicher Bearbeitung. Ähnliche Resultate findet man in allen Versuchen dieser Art. Die Tafel umfaßt die ersten zehn Juli-Versuche auf Station Hastings, Nebr.: Feuchtigkeitsgehalt in Prozenten Datum Niederschlag in Zoll Nr. I Nr. II. 1. Juli Null 18,49 9,71 3. „ „ 18,23 9,68 4. „ tf 18,30 10,25 5. „ „ 19,89 9,16 6. „ >> 19,19 10,43 8. „ ,, 17,04 10,00 9. „ 1—16 Zoll 18,85 9,85 10. „ Null 18,37 8,62 11. „ i> 17,36 8,93 12. „ ,, 16,29 8,20 Das Bezeichnendste in dieser Tafel ist sowohl die gleichmässige Feuchtigkeit der Campbell'schen Felder, die sich auf einer dem Wachstum der Pflanzen höchst günstigen Linie hält, als auf die Tatsache, daß sie die andern immer übersteigt. Wenige Tage vor dem obigen ergab ein Versuch in Campbell's Feld \lxj± °/o

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