Rechenschafts-Bericht
- Journal
- Rechenschafts-Bericht
- Volume
- Vierzigster Rechenschafts-Bericht für das Jahr 1904. (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 18)
- Language
- German
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— 16 — Jeidels ein. — Hierauf trat kein Wechsel in der Verwaltung ein bis zum. Jahre 1888, in welchem Jahre der Schriftführer Herr J. Blum austritt, und an dessen Stelle Herr Oberlehrer Dr. Alfred Löhren in die Verwaltung gewählt wurde; letzterer übernimmt das Schriftfülireramt; in dem er seitdem ununterbrochen mit allem Eifer und hingebender Liebe seine schätzbare Kraft in den Dienst unseres menschenfreundlichen Werkes stellt. Im darauffolgenden Jahre 1889 fand die siebente General- Versammlung^md die Feier des fünfundzwanzigjährigen Jubelfestes der Achawa statt, zu der eine grosse Anzahl von Mitgliedern erschienen waren. Zu Ehren dieser Feier und zum Andenken an dieselbe wurde die A isnahmsbestimmung in der Generalversammlung getroffen, dac3 „bis zum 31. März 1890 Lehrer und Kabbiner, die das fünfzigste Lebensjahr noch nicht überschritten haben, nach Maßgabe der statutarischen Vorschriften als aktive Mitglieder aufgenommen werden können % während bisher die äusserste Grenze für die Aufnahme das. vierzigste Lebensjahr war. — Mit diesem Beschlüsse, der die Achawa bedeutend belasten musste, hat die Verwaltung all den Lehrern und Rabbinern, die es bisher versäumt hatten, rechtzeitig ihren Beitritt anzumelden, in liebevoller Weise die Hand zur Nachholung des Versäumten geboten. — Die Zahl der Ehrenmitglieder war jetzt auf über 900 gestiegen bei 278 aktiven Mitgliedern; der Vermögensstand betrug über Mk. 174.000.— und die geleisteten Unterstützungen Mk. 12,275.— an 60 unterstützungsbedürftige aktive Mitglieder. Im Jahre 1890 wurde der Achawa deren Begründer, Herr Jos. Klingenstein, in noch nicht vollendetem 63. Lebensjahre plötzlich infolge eines Herzschlags entrissen. — Wir empfanden gar schwer den Verlust dieses wackeren Mannes, der mit wahrem Feuereifer und unermüdlicher Tatkraft vor nunmehr vierzig JaJiren seine Lieblingsgedanken gegen so viele sich auftürmende Schwierigkeiten zur Ausführung zu bringen gesucht und dem noch die beglückende Freude beschieden war, ein Vierteljahrhundert lang segenbringende Frucht zu sehen aus der Saat, die er gestreut. — An Stelle des Heimgegangenen wurde Herr E. Gutkind, Lehrer in Kassel, in die Verwaltung gewählt.