Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 3 (1917)
- Issue
- 10 (11.1917)
- Date
- 1917-11-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
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12 Bebauung palästinensischen Bodens ebensowohl eine Thorapflicht erblickt wie im Lernen Von 801,385 und Posekim, der am tischeo beaw ebenso bitterlich um den Lburban habbaiis trauert wie über die Zerstrenung des jüdischen Volkes, für den das 8Lbov3u5-Fest nicht minder den semam mathan thaurosseinu darstellt wie den jubel- und dankerfüllten jaum babbikkurim. Aus solchem, von jedem Teil der thoratreuen Judenheit nach seiner besonderen Eigenart entwickelten und geförderten Geiste heraus möge dann mit Gottes Hilfe unabhängig von der besonderen wunderbaren göttlichen Hilfe, die wir täglich und stündlich herbeisehnen, deren Eintreffen wir aber nicht bestimmen können, auf palästinensischem Boden und in orgairischer Entwicklung aus dem ״Rabbinischen Rat" der Agudoh ein Synhedrin erlauchter Thorafürsten erstehen, das innerhalb der gesamten thoratreucu Judenheit Autorität genießt, das den in Vertrauen und Verehrung zu ihm geeinten Juden aller Erdeuwinkel Licht spendet, Gottcswort verkündet und den Weg der auf dem Boden der Thauroh sich vollziehenden Entwicklung des Judentums weist, und das für uns die Krönung des von uns allen ersehnten und durchaus mit unseren menschlichen Kräften zu verwirklichendeir jüdischen Kulturzentrums auf heiligem Boden bedeutet! I. Feld, Ist. 7. 17. Hierzu wird uns von einem Mitgliede der Leitung der ״Agudas Jisroel" geschrieben: Der Verfasser der vorstehenden Ausführungey verdient besonderen Dank für seine ernsten und gründlichen Ausführungen über die Lebensfragen unserer ״Aguda". Grade weil es sich um grundlegende Fragen handelt, glauben wir jedoch verpflichtet zu sein, Bedenken, die seine Darlegungen in einigen Punkten erwecken müssen, nicht zu unterdrücken. Nur so kann eine Klärung und An- Näherung der Meinungen innerhalb der ״Aguda" herbeigeführt werden. 1. Was die Zugehörigkeit zur ״Aguda" betrifft, so herrschte bereits vor dem Kriege volle Übereinstimmung darüber, daß man die Definition des Begriffes ״thoratreu" im einzelnen den Landesorganisationen zu überlassen habe; mit anderen Worten, daß grundsätzlich jeder, der sichselbft zu den Thoratreuen zählt, Mitglied solle werden können, und daß etwaige Begrenzungen bei der Aufnahme Sache der Landesverbände bleiben müßten. Hervorragende Mitglieder des rabbinischcn Rates traten sogar dafür ein, grundsätzlich jeden Juden als Mitglied zuzulassen. Gegner der Thoratreue würden sich Wohl von selber nicht melden. Soweit entspricht der Vorschlag des Herrn Dr. Fränkel also Wohl der allgemeinen Auffassung. Nun will Herr Dr. Fränkel die Landesorganisation in ihren Rechten dadurch beschränken, daß er sagt, es müsse über etwaige Einschränkungen ״allgemeine