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Blätter · 1917-11-01 · 10 (11.1917) · p. Seite 4

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Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
10 (11.1917)
Date
1917-11-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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- 4 wäre hierdurch zu sparen, wie sehr würden viele dieser Vereinigungen innerlich und äußerlich, im eigenen Aufblühen und in der Zusammenarbeit mit anderen gestärkt, und welch ungeheure Krästigung nach innen und außen würde vor allem eine solche Entwicklung für unsere Agudoh selbst bedeuten! Haben wir ja auch — wenigstens in Ansätzen — schon Beispiele in der Richtung einer solchen Entwicklung, so namentlich an dem Verhältnis, in das die in ungestümer Begeisterung entstandene Agndas-Jisroel-Jugendorganisation die von früher her bestehenden thoratreuen Jugend- Vereine zu sich zu bringen wußte; und wäre — um an dieses Beispiel aus der Vergangenheit ein größeres und kühneres zukünftiges anzuschließen - der Gedanke allzu vermessen, daß nach dem Krieg, nach fester Gründung der Agudoh, in absehbarer Zeit etwa die ״Freie Vereinigung" ohne nennenswerte Änderung ihrer Ziele und bei nur geringer, junge Parallelbildungen aufsaugender Verbreiterung ihrer Basis, völlig in dem stärker und leistungsfähiger gewordenen deutschen Gruppenverband der Agudas Jisroel aufgehen würde — nicht als ob die Freie Vereinigung, die auch jetzt wiederum im Krieg so Großes, für deutsche Verhältnisse geradezu Bewundernswertes geleistet hat, reformiert werden sollte oder müßte, sondern um ihr selbst eine festere Verankerung innerhalb des thoratreuen Judentums aller Länder zu geben, und um der deutschon Agudohorganisation durch Überweisung umfassender Aufgaben und gangbarer Wege mit einemmal eine ungeheurer Kräftigung zu vermitteln? Endlich auch in den jüdischen Vereinigungen, die an sich nicht auf thoratreuer, aber auch nicht auf gegensätzlicher Basis stehen, wäre loser Zusammenschluß der thoratreuen Mitglieder in Anlehnung an die zugehörige Agudohgruppe oder -landesorganisation von höchstem Wert, nicht um Separationsgelüste zu befriedigen und Hader oder auch nur ein Trennungsgefllhl in den Verein zu Pflanzen, sondern um den, zu den allgemeinen Vereinszielen hinzukommenden besonderen Interessen der thoratreuen Mitglieder Rechnung zu tragen, diese vor Atomisierung zu bewahren und zu besserer Geltendmachung ihrer Wünsche zu befähigen (ich denke dabei auch an Jugendvereine, beispielsweise an die Blau-Weiß-Wanderbünde, denen Wohl bei entsprechender Haltung der thoratreuen Eltern die thoratreuen Kinder keineswegs, wie es vielfach der Fall ist, fernzubleiben oder mißtrauisch gegenüberzustehen brauchten). Doch genug des Gesagten, das nur die Anregung im allgemeinen geben sollte, ohne Empfehlung eines bestimmten Weges und Zieles im einzelnen; diese werden sich von selbst ergeben, wenn wir nur mit entschiedenem Willen das als richtig Erkannte erstreben und betreiben. II. lieber die Grundidee der flpdoh. Damit die Organisation der Agudoh so umfassend werden könne, wie im vorigen Abschnitt skizziert, und damit bei Einzelpersonen

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