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Blätter · 1917-11-01 · 10 (11.1917) · p. Seite 3

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Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
10 (11.1917)
Date
1917-11-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Z könne, auf grund höherer Leistung auch vermehrte Rechte zu haben: heoschir lau jarbeh wehaddal lau jam’it. So dürfte Wohl eine gleiche, auch bei Vermittlung durch die einzelnen Ortsgruppen und Landesorganisationen nicht durch obligatorische*) Zuschläge zu erhöhende jährliche Leistung von etwa einer halben Mark oder einem halben Franken angemessen sein. Für diese Beitragsleistung wäre ein populärer Name etwa im Anschluß an die eben zitierte Stelle die Bezeichnung ״The rum oh", da ״Scheckel" nicht mehr zu unserer Verfügung steht - zu wählen, und durch die Zahlung der Therumoh würde der Einzelne seine Zugehörigkeit zur Agudoh dokumentieren, wie umgekehrt die Agudoh sich auf die Anzahl der gel e i st e t e n T h,e r u m a u s als M a ß st a b für d ie durch sie vertretenen Volks Massen berufen würde. Mit der Organisation der thoratreuen Individuen darf aber dieses nächste Ziel der Agudoh noch nicht erschöpft sein. Richten wir - um Naheliegendes vors Auge zu rücken -- den Blick etwa in Deutschland auf die Unzahl der innerhalb und außerhalb der einzelnen jüdischen Gemeinden existierenden philantropischen und geselligen, politischen und wirtschaftlichen, beruflichen und sportlichen, auf talmud tliauroh oder aber auf körperliche Ertüchtigung der Jugend gerichteten Vereine, Organisationen und Verbände thoratreuer Juden bezw. auf die noch zahlreicheren jüdischen Vereinigungen dieser Art, in denen die thoratreuen Mitglieder wenigstens einen nennenswerten Teil darstellen. Vorläufig noch in weiter Ferne liegt gewiß der Gedanke, die thoratreuen G e m e i n d e n als solche bezw. die thoratreuen Bestandteile der Einheitsgemeinden innerhalb der Agudoh zusammenzufasscn, und das Nämliche gilt daher auch noch von ausgesprochenen Gemeindevereinen sowie von Gcmeindeverbänden. Aber wäre es nicht - in Deutschland wie anderswo — ein erstrebenswertes und bei allseitigem guten Willen vielleicht auch erreichbares Ziel, all die zahllosen nicht direkt den Gemeinden unter- oder beigeordneten thoratreuen Vereinigungen der genannten Art in innige Verbindung und Fühlung mit den zugehörigen Ortsgruppen, Landesverbänden usw der Agudoh zu bringen, sie in manchen Fällen direkt als zwanglose Sondersektionen dieser Agudohgruppen mit gesonderten Rechten und Beitragspstichten den Gruppen einzuordncn und sogar unter Umständen solche Vereinigungen, falls sie hinreichend weite und allgemeine Ziele verfolgen, geradezu in den, dem Umfang nach parallelen Agudohorganisationen aufgehen zu lassen? Welche Unsumme von Kraft-, Zeit- und Gcldvergeudung, von kleinlichen Nörgeleien und Eifersüchteleien, die auch unser thoratreues jüdisches Leben vielfach vergiften und mit einer maelilsukes lesclielm 8el׳omaj!m meist b'utwenig zu tun haben, *) Unabhängig von dieser gleichen Grundbeitragsleistung bleiben natürlich die an Ortsgruppen, Landesverbände und die Agudoh selbst zu leistenden freiwilligen Beiträge und Spesen, die erst in der Hauptsache die finanziellen Mittel zur Durchführung des Agudohprogramms uns darbieten sollen.

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