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Blätter · 1917-11-01 · 10 (11.1917) · p. Seite 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
10 (11.1917)
Date
1917-11-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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- 2 organisatorisch umsasse und gegenüber jüdischer wie nichtjüdischer Öffentlichkeit die berufene Vertreterin der thoratreuen Juden heit in ihrer Gesamtheit wie auch in ihren Teilen darstelle. Zunächst die Erfassung der thoratreuen Judenheit. Damit deren Anschluß an die Agudoh in ungleich rascherem und wirksamerem Maße als vor dem Kriege fortschreite, sind lange nicht so sehr finanzielle Mittel nötig als vielmehr weckende, überallhin dringende Propaganda durch gesprochenes und geschriebenes Wort sowie persönliche Betätigung vieler Einzelner im Dienst der Propaganda. Mächtig ist im Krieg in allen Ländern und bei allen Rationen, nirgends aber Wohl mehr als in der Judenheit, das Zusammengeyörigkeitsgefühl der Zusammengehörigen gewachsen und gleichzeitig der Wunsch nach zweifelsfreiem Ausdruck dieser Zusammengehörigkeit, der ihr erst Stärke und Anerkennung nach innen und außen verleiht. Bei den Kämpfern wie bei den Daheimgebliebenen hat das Verständnis für den Wert der Organisation ungeahnt zugeuonimen, ist der Boden für ihre umfassende Ausbreitung aufs beste vorbereitet worden. Die von altersher bestehende Grundzelle der jüdischen Gemeinschaft, die Gemeinde, wird in erster Linie zur Ausbreitung des Organisationsgedankens allüberall berufen sein, und in ihr wird neben den: das Vertrauen seiner Brüder genießenden schlichten Privatmann und neben dem Propagandaredner vor allem dem Rabbiner oder Lehrer die Aufgabe zufallen, den Gemeinde- Mitgliedern die Bedeutung und den Wert des Anschlusses an die Organisation eindringlich vor Augen zu halten. Wie vor allem durch das gesprochene Wort muß natürlich daneben auch in schriftlicher Verbreitung, vor allem in der Massenwirkungsform des Zeitungsaufsatzes, immer und immer wieder hervorgehoben werden, wie notwendig und bedeutungsvoll der Anschluß jedes Einzelnen anunsereOrganisationist,und wie dieser Anschluß an sich vom thoratreuen JudennichtsNenesverlangt, keinAusgebenalter Ansichten und Bestrebungen und keine Unter- Weisung unter neuartige, keinen Eingriff in die Einzelheiten seiner jüdischen Lebensauffassung und kein Eingehen materieller Verpflichtungen, n ichtsalsden Willen zu mAnschlutzandieOrganisation und als die äußere Form des Anschlusses. Noch ein Wort über die äußere Form des Anschlusses an die Organisation! Für diese Form darf allein der Gedanke der Organisierung maßgebend sein, auch nicht etwa der der Bestreitung finanzieller Bedürfnisse; sie muß vielmehr, wenn sie in üblicher und einfacher Weise in einer jährlichen Beitragsleistung eines jeden Mitgliedcs an die Organisation zum Ausdruck kommen soll, so beschaffen sein, daß auch dem Bedürftigsten der Anschluß nicht unmöglich gemacht werde, und daß umgekehrt nicht der Leistungsfähige glauben

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