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Blätter · 1917-10-01 · 9 (10.1917) · p. Seite 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
9 (10.1917)
Date
1917-10-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 Wirklich, ohne jede Umgehung, alle nationalgesetzlichen Bodengcsetzc (wie T'rumo, Maasser, Schmitto) erfüllt, eine wahrhaftige Agudo- Arbeit ersten Ranges! Im Programm der Agudas Jisroel steht die Fürsorge für Erez Jisroel. Im Krieg hat sie im Verein mit der Palästina-Kommission der Freien Vereinigung Herrliches für Erez Jisroel geleistet; sie hat geheilt, gespeist, gelehrt. Nach Friedensanbruch werden ivir mit G. H. gemeinsam noch mehr arbeiten müssen. Für heute sei nur auf dieses Ziel hingewiesen und Zustimmung und Kritik von euch Agndofreunden erbeten. 3. Im Geiste der Tauro! Im Geiste der Tauro sind die jeweiligen jüdischen Gesamtheitsaufgaben zu lösen. Um sie zu lösen, muß uns der Geist der Tauro erfüllen. Richtig Mitarbeiten kann nur, wer vom Geiste der Tauro durchdrungen ist. Dazu genügt es aber nicht, ein Lkind jüdischer Eltern zu sein und sich nach der Eltern Beispiel jüdisch zu führen. Wir miissen lernen, lernen, lernen! — Lernen? höre ich gegenfragen, lernen wir denn nicht drei-, vier-, sechsmal wöchentlich unseren Schiur? - Jawohl, wir tnns, gottlob, und ich will euer Sechuß darin mitten in wesensfremder Umwelt und Wesensfrenider Kultur, in eueren Berufsarten und gesellschaftlichen Vcr- Pflichtungen wahrlich nicht herabsetzen. Aber zu diesem sechsmal tvöchentlichen Schiur hatten wir eigentlich keine Agudo nötig. Den ha cn wir auch vor Kattowitz gehabt. Mit unserem sechsmal wöchentlichen Schiur haben wir das Gebot befolgt, der Tauro Zeitteilcheu zu bestimmen. Nur sind wir damit allein für die Lösung der Gesamtheitsaufgaben im Geiste der Tauro noch lange nicht befähigt. Man hat in manchen Städten die längst vorhanden gewesenen Lern- Vereine der Jugendgruppe angeschlossen llnd damit liebevoll ihrem, der Jugendgruppe, Konto gutgcschricbcn. Aber - ernst und aufrichtig! — das ist keine Agudo-Leistung, nicht wahr? Das war auch ohne sie getan worden. Die Agudo soll mehr tun; sie soll der Tauroh wieder zu dem Glanz verhelfen, den sie in Deutschland ehedem hatte. Wir müssen der in Galizien, Rußland und Polen freudig anorkannten deutsch-jüdischen Jiras schomajim jetzt die galizisch-russischpolnische, jüdische ahawas hatauro beifügen. Ahawas hatauro schafft nochkeine Lamdonim - soweit kann aber auch die Forderung noch nicht gehen. Aber mit ahawas hatauro ist schon viel getan. Eine Neuordnung ist auch hier schlechterdings erforderlich. Doch brauchen Wir, wie in allen jüdischen Dingen, nichts Neues zu ersinnen; nur zurückzugreisen brauchen wir, um fortzuschreiten. Viele Schaß-chewraus legten ihren Mitgliedern die Pflicht auf, im Laufe eines Jahres je eine Masechto auszulcrnen, sodaß die Gesamtheit am Erew Pessach ganz Schaß vollendet hatte. Greifen wir das als Pflicht der Orts-und Iugendgruppen auf: Verteilung der Leistungen zur großen Gesamtleistung. Es muß nicht überall Gemoro sein; wo das Können dazu fehlt, wählt die Mischna; hapcrt's selbst da, verteilt den Kizzurschulchan oruch oder steckt notfalls die Ansprüche weiter zurück auf noch

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