Mannheim
Compact Memory

Blätter · 1917-09-01 · 8 (9.1917) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
8 (9.1917)
Date
1917-09-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/6467833-9641082-9641091--0383-6468416
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

8 Kindern nicht begehen wird, sondern m. G. H. dann eine Jugend heranziehen wird, der man nicht zu mVorwurf machen kann, daß sie kaum ahnt, wie ein Mensch aussieht, der im Thorawissen auch nur die erste Etappe erreicht hat?') Hatte die Jugeud aber das Bewußtsein, daß sie noch in den Lehrjahren steht, und sich keinesfalls ein sicheres Urteil über das bilden kann, was vom Thorastandpunkt ans richtig oder falsch ist, so war von selbst dafür gesorgt, daß sie sich den Autoritäten, die A.J. doch auch als die Höchsten hingestellt hat, den Gedaulei Jisroel, beugt und in Bescheidenheit untcrordnct, und auch das konute durch die Einführung iu das Arbeitsgebiet und die Arbeitsweise der A.J. nur gehoben und gefördert werden. Es mag sein, daß die Jugend hier und da den Zusammenhang mit ihren geistigen Führern verloren hat, da diese durch die Fülle ihrer Arbeiten, die sie zu leisten hatten, nicht Gelegenheit fanden, die Jugend genügend an sich heranzuziehen,, dann war aber das Mißverhältnis, das dort bestand, immer nur persönlicher Art. Sachlich hat unsere gesetzestreue Jugend in der A.J. stets die höchste Achtung vor den Vertretern der Thora gehabt und beiviesen. Und wer die Entwicklung der A.J.J.O. verfolgt hat, steht, das; diejenige», die mit ihr Mitarbeiten, immer mehr erfüllt sind von dem Gedanken, daß die Unterordnung unter das Gesetz der Thauroh cs nötig macht, die Vertreter der Thauroh als höchste Autoritäten hinzustellcn. Das aber soll A.J.J.O., die Liebe zur Thauroh bei ihren Mitgliedern erwecken und vertiefen, sie lehren, was sie einstmals als Erwachsene zu leisten haben werden und sie auch für die Leistungen in der Zukunft auf den höchsten nie aus den Augen zu lassenden Maßstab, den Din, den nur die Großen. in Israel entscheiden können, Hinweisen. Das sollte die Organisation und wollte die Organisation vom Tage ihrer Gründung an, das hat sie vom Gründungstage an versucht, und die Wege, die sie eingeschlagen hat, haben bisher zum Ziele geführt. Das wird sie auch weiterhin anstreben, und wir erwarten bestimmt, daß der Erfolg ihr auch in der Zukunft recht geben und zeigen ivird, daß die Mittel, die sie für dieses Ziel in Anwendung bringt, die rechten sind. *) Es liegt uns ganz fern, etwa den jüdischen Lehranstalten, seien sie nun höhere oder niedere Schulen, irgend welchen Vorwurf zu machen, sie könnten in ihrer vom Staate vorgeschriebenen Lehrvcrfassnng, ihrem ausgedehnten Profanen Unterricht, bei der geringen Stundenzahl, die für die religiöse Unterweisluig zngcstanden ist, und in verhältnißinäßig großen Klassen, die die Schulen in den größeren Städten wenigstens haben, mit dem besten Willen auch nicht annähernd das erreichen, was man fordern müßte. In kleineren Abteilungen mit einer etwas homogenen Zusammensetzung, die sich außerhalb der Schulen bilden müßten, könnte man verhältnismäßig Großes leisten natürlich nur daun, wenn man in früheren Jahren schon mit der Einführung in die Mischneh und Gemoro beginnt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.