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Blätter · 1917-09-01 · 8 (9.1917) · p. Seite 7

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Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
8 (9.1917)
Date
1917-09-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 - doch die verständnisvollen Mitarbeiter, die die gelehrtesten, frommsten, und deshalb bescheidensten Männer, die zu Führern taugen, unterstützt und ihnen die Arbeitsfülle erleichtert hätten. Am Ende würde die A.J. sich sogar mit noch weniger habe befriedigen können, wenn sic durch diese Arbeitsdarbietung an die Jugend auch nur 10 junge Leute, die von solchen künftigen Führerrollcn träumten, durch die Zeit, die sie in Anspruch nahm und die nicht dem Lernen entzogen wurde, daran gewöhnt hätte, statt in Cafes und ähnlichen Orten oder selbst in den Versammlungen anders Denkender aber arbeitsfreudigen Menschen ihre Abende zu verbringen. Denn das Verbringen der freien Zeit in solchen Lokalen oder in solcher Gesellschaft hat schon manchen, dessen Wille gut war, auf Abwege gebracht, und kol hammazil uesesch achas mijisroel keillu kij m aulom molei. Tatsächlich aber ist der Erfolg ein viel segensreicherer gewesen. In fast allen Jugeudgruppen haben die jungen Mitglieder in ihrer weitaus überwiegenden Zahl eingcsehen (wenn sie cs nicht schon vorher wußten), daß sie noch Lehrlinge sein müssen, die gewiß nach dem Grunde dieser oder jener Stellungnahme fragen durften, auch fragen müssen, was rhncn auffällig erscheint, aber nur um Belehrung zu suchen. Und wenn wirklich der eine oder der andere selbst ein tüchtiger Mensch ist und eigene Gedanken vorzubrigcn hat, so weiß er doch, daß er dem Urteil der Erfahrerenen die Entscheidung darüber zu überlassen hat, ob seine Gedanken in die Tat umgesctzt werden können und dürfen. Wenn wir jetzt, nach dreijährigem Bestehen der A.J.J.O. sehen, wie sie arbeitet, wie sie im Kreise ihrer Mitarbeiter Liebe zur Thauroh und Anhänglichkeit an das überlieferte Gesetz der Väter verbreiten will, und wie sie es sich angelegen sein läßt, die Reihen ihrer jugendlichen Mitglieder zusammenzuhalten und trotz der Schwierigkeiten, die der Krieg geschaffen, zu vergrößern, werden wir sicher sagen können, die Wege, die sie eingeschlagcn hat, waren die Wege, die sic einschlagen sollte, und auch für die Zukunst soll sie diese Wege weiter gehen. Die Jugend fühlt es jetzt, da sie z. T. mit unseren östlichen Brüdern zusammengekomnlen ist, noch tiefer, daß sie weit davon entfernt ist, sich als „Retterin" jener betrachten zu können, daß sie im Gegenteil von dort her für ihr jüdisches Wissen Rettung erhoffen muß. Das zeigte fich gerade in den letzten Wochen recht deutlich in dem großen verständnisvollen Interesse, das sie den an sich gewiß sehr gesunden Bestrebungen des „Thorabundes" entgegenbrachte, über dessen Organisation man allerdings sehr verschiedener Ansicht sein kann, und über die hier zu sprechen nicht unsere Aufgabe ist. Sie sieht, wie es in ihrer Kindheit hätte sein sollen, fühlt mit Bedauern, daß sie z. T. den Anschluß schon verpaßt hat, daß „.immer wieder gilt zu machen ist, in unserer schiveren Zeit wenigstens, was an ihr gefehlt wurde, und cs ist zu erwarten, daß sie, wenn aus den Jünglingen Erwachsene geworden sein werden, die Fehler ihrer Vergangenheit bei ihren

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