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Blätter · 1917-07-01 · 6 (7.1917) · p. Seite 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
6 (7.1917)
Date
1917-07-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 Man wird manchmal Enttäuschuna erleiden — das sei zur Vorbeugung im voraus gesagt. Man wird viele Schwierigkeiten und oft auch Unannehmlichkeiten in seinen Bemühungen finden, aber alles das darf uns nicht abhalten, unsere Pflicht gegen unsere Brüder zu tun, eine Pflicht, die m. E. bisher sehr vernachlässigt Wurde. Wird nicht alles, nicht bei allen etwas erreicht, so denke man immer au den großen talmudischen Sah: ״Wer eine Seele aus Israel rettet, hat eine ganze Welt erhalten!" 1. Schlirnichbergheim. Camille Bloch. Wir werden um Ausnahme nachstehender Zeilen gebeten: Mit Interesse habe ich den Artikel des Herrn Sänger ״An die Arbeit" gelesen. Gewiß wäre es sehr zu begrüßen, wenn sich die Forderung des Herrn Sänger, schon jetzt mit den Arbeiten für den Kelal zu beginnen, verwirklichen ließe. Jedem Anhänger der Agudo würde das Herz höher schlagen bei dem Gedanken, mitten im furchtbarsten Weltkriege Mitarbeiten zu können für unseres Volkes Wohl und Zukunft, und wir würden damit nur beweisen, daß der Agudo- Gedanke feste Wurzel gefaßt hat. Anderseits wird es Wohl unmöglich sein, den geschäftsführenden Ausschuß zusammcuzuberufcn, wie in dem Artikel gewünscht wird, da die in Frage kommenden Persönlichkciten größtenteils im Felde sind. Gestatten Sie mir daher, auf eine andere Ausgabe hinzuweiscn, die wir Daheimgcbliebenen zu erfüllen hätten, durch deren Einlösung uns der Dank unserer Gesinnungenossen im Felde sicher wäre. Gerade die Jugendorganisation beklagt den Heldentod vieler geradezu geborener Fübrcr ihrer Bewegung, den Tod vieler Jünglingcu, auf die wir große Hoffnungen setzten, die uns noch vieles hätten werden können. Gottes unersorschlichcr Ratschluß hat es anders bestimmt. Wenn das Leben in friedliche Bahnen einzulenken beginnt, harren unserer tausendfältige Aufgaben, dann erst recht werden wir diese Männer missen. Nun gilt es heute schon dafür zu sorgen, daß uns Jünglinge hcranrcifen mit eisernem Willen und weitausschauen- #

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