Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 3 (1917)
- Issue
- 6 (7.1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 dem Blick, die in die Bresche treten für diejenigen, welche uns durch den Weltkrieg entrissen wurden. Wir bedürfen ihrer mehr wie je. Hier bietet sich uns ein großes Arbeitsfeld; die vierzehnjährigen Knaben schon müssen zu unserer Organisation herangeführt werden, ihnen müssen die hehren Ziele der A.J.J.O. klargemacht werden, die ^iiebe zur Tauro und Erez Jisroel ihnen eingeflößt werden, daß sie iernen, auszuharrcn im Heeresdienste ihres Gottes, und so werden unsere späteren Führer durch die Agudo selber erzogen werden. Rabbiner und Lehrer könnten hierin ihre Unterstützung leihen. Der junge Boden mutz bebaut werden, dann wird eine herrliche Saat aufgehen, und Gottes Segen wird nicht fehlen. Würdiger können wir das Erbe unserer dahingegangenen Brüder nicht bewahren, als wenn wir in diesem Sinne die Arbeit in Angriff nehmen. 2. Antwort Gänger. Joel Sänger schreibt uns hierzu: Wenn mich etwas in meiner Forderung, daß der Zusammentritt des geschäftsführenden Ausschusses unserer Jugendorganisation unbedingt herbeigeführt werden muß, bestärkt hat, so waren es die mir eingesandten Zeilen des Herrn Bloch, auf die ich nachstehend eingehe: Schwer, unendlich schwer sind die Wunden, die der Krieg uns geschlagen. Woche um Woche erreichen uns neue Hiobsposten. Dringender denn je ist die Heranziehung eines tüchtigen Nachwuchses, damit in unseren Gruppen die Lücken wenigstens etwas ausgefüllt werden. Mit der Lösung dieser Aufgabe darf nicht mehr gewartet werden, sollte nicht die Zukunft unserer ganzen Organisation in Frage gestellt werden. Nicht eine Lösung mit Schlagworten, deren Auslegung jeder einzelnen Gruppe überlassen bleibt, sondern eine zielbewutzte, deren Grenzen in gemeinsamer Aussprache gefunden, muß es sein. Deshalb rufe ich heute noch einmal: Gruppen, geschäftssührender Ausschuß tretet zusammen! Schaffet unverzüglich ein Arbeitsprogramm zur Heranbildung einer Jugend, die unserer Führer würdig ist, die in der Heimat und auf dem Felde gestorben sind!