Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 3 (1917)
- Issue
- 4 (5.1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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II heit, an die verschleierte nahe Zukunft rang sich der Sinn hindurch auf das Maariw-Gebet. Als es beendet war, gab es ein Begrüßen und Händeschütteln, wie zu Hause in „Großschul". Freunde und Bekannte trafen ahnungslos zusammen und fanden einander in der Menge der -tOO Soldaten, aufs freudigste überrascht von solch seltsamem Wiedersehen. Unter Führung jüdischer Vorgesetzter marschierten die Mannschaften hinaus zur Kaserne, und in Begleitung unseres Rabbiners Dr. G. folgten ihnen die Offiziere. Der Raum war hübsch geschmückt, und glücklich setzte man sich an den Sedertisch. Die Gesichter strahlten; aus weiter Umgebung waren die Gäste gekommen, zum Teil mit der Bahn, doch die meisten hatten dreißig bis vierzig Kilometer zu Fuß zurückgelegt, um die Sederabende als Juden mit Juden zu begehen. Die Feier war erhebend, es fehlte nichts von dem, was zum Seder nötig ist, es fehlte nichts an der Stimmung, die der Seder beansprucht, auch nicht ein schmackhaft Mahl, und späthin genossen helle Herzen unter grauen Röcken die Glückseligkeit der Lel Schimurim auf fremdem Boden, mitten im Graus des Krieges ein Bild frohgeschäftigen Friedens. Schön auch vergingen die gemeinsam verlebten folgenden Tage und Abende, und dankbaren Gefühles trennten wir uns in der Hoffnung, daß ein jeder in Gesundheit und Frieden im nächsten Jahre bei seinen Lieben daheim sein möchte, und zwar, wenn Gottes Gnade es uns gewährt, im Umkreis Seines Heiligtums auf Morias Höh'! Verendet flgudas Jisroel-Marken! UGMGMMMWWMMUWMMMGUMMUH K'waud ka-l'kvonaun. Im „Jüdischen Wort" wird von unserem wackeren N. L. Weingott den zeitgenössischen Thoragrößen eine Frage vorgelegt, die geeignet erscheint, Sinn und Herz guter Juden in Bewegung zu setzen. Die Leiden der „Spuren des Moschiach" haben wir mit Augengesehen: